Episode #180 | German Slang Words you NEED to KNOW!
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Transkript
[0:00 – 01:35]
(0:00) Guten Tag und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode. Heute zum Thema Slang. (0:08) Und im Prinzip habe ich auch schon den ersten Slang verwendet, beziehungsweise nicht so wirklich (0:13) Slang, sondern eher ein Dialekt und zwar guten Tag heißt guten Tag, aber eben im Berliner Dialekt.
(0:21) Und das erste Wort, das ich dir heute vorstellen möchte, ist mega. Mega ist sowas wie großartig, (0:28) hervorragend, super, irgendwie so. Und ich habe ein paar Beispielsätze mitgebracht, damit du das (0:36) vielleicht so im Kontext verstehen kannst.
Also du hörst zum Beispiel Leute sagen, das Konzert war (0:42) mega, also das Konzert war großartig, das Konzert war super, das Konzert hat mir richtig gut gefallen, (0:49) das Konzert war mega, oder der Kuchen schmeckt mega, also der Kuchen schmeckt richtig lecker, (0:58) der Kuchen schmeckt richtig gut, oder der Kuchen ist mega lecker, oder der Kuchen schmeckt mega (1:05) lecker. Also du kannst das Wort mega auch eben noch vor das Adjektiv stellen, dann also mega (1:11) oder die neue Serie, die ich gerade schaue, ist mega spannend, die neue Serie, die ich schaue, (1:20) ist mega spannend, also ist richtig spannend, ist richtig interessant, das ist so dramatisch, (1:28) ich kann mich auf nichts anderes fokussieren, die Serie ist einfach mega spannend. Das nächste Wort (1:35) ist quatschen und das habe ich vielleicht schon mal im Podcast verwendet.
Expand for the full transcript [01:35-13:33]
Tom, was quatschst du (1:41) denn da wieder? Wenn ich mich hier im Podcast irgendwie verhaspele und noch mal auf record (1:46) drücken muss, dann kann das sein, dass ich das zu mir selber sage. Also was redest du denn da (1:52) wieder? Oder was für einen Unsinn erzählst du denn da? Aber wir verwenden das auch, wenn wir einfach (1:58) nur sagen wollen, dass wir eine Konversation mit jemandem führen, eine ungezwungene Konversation, (2:04) einfach eine Konversation über Gott und die Welt. Und das ist auch hier schon der erste Beispielsatz, (2:11) wir haben gerade über Gott und die Welt gequatscht.
Wir haben gerade über Gott und die Welt gequatscht. (2:21) Also wir haben einfach nur über irgendwas gequatscht. Das war einfach ein lockeres Gespräch (2:28) unter Freunden.
Also wir haben gesprochen, könnte man sagen, wir haben gerade über ein interessantes (2:36) Thema gesprochen. Aber gequatscht bzw. quatschen ist dann einfach noch ein bisschen lockerer.
(2:45) Quatschen. Ein weiterer Beispielsatz ist, er quatscht immer so viel rum, macht aber wenig. (2:51) Keine Ahnung, Tom, der quatscht immer so viel rum in seinem Podcast, macht aber wenig.
Oder du, (2:58) keine Ahnung, regst dich über deinen Kollegen auf. Der erzählt die ganze Zeit in Meetings, (3:05) wie gut er denn ist und wie super alles läuft. Aber wenn du dann mal nachschaust, (3:11) dann sieht die Realität anders aus.
Er quatscht nur, macht aber nichts. Oder wir quatschen den (3:18) ganzen Tag. Wir quatschen den ganzen Tag.
Also wir unterhalten uns den ganzen Tag. (3:27) Man kann auch sagen, der Quatsch, das ist dann also sowas wie Unsinn. Also ich mache nur Quatsch.
Ich (3:34) mache nur Unsinn. Ich mache nur, ich reiße nur irgendwelche Witze. Ich meine das nicht ernst.
(3:42) Ich mache nur Quatsch. Und das nächste Wort ist verpeilt. Also das ist, würde ich sagen, (3:48) schon eher noch mehr Slang als vielleicht das Wort quatschen.
Quatschen, würde ich sagen, (3:55) verwenden wirklich viele Leute. Aber das Wort verpeilt würde meine Oma jetzt wahrscheinlich (4:00) nicht verwenden. Aber viele Leute verwenden das Wort.
Besonders jüngere Leute, denke ich mal. (4:07) Also mittlerweile bin ich ja auch nicht mehr so jung. Aber als ich jung war, haben wir, (4:12) glaube ich, das Wort verpeilt verwendet.
Also verpeilt bedeutet, kann sowas bedeuten wie (4:18) vergesslich oder zerstreut oder abgelenkt. Ich lese dir mal einen Satz vor. Er ist so verpeilt, (4:27) dass er sogar seinen Wohnungsschlüssel vergessen hat.
Er ist so durch den Wind. Er ist so vergesslich. (4:33) Er kann sich nicht wirklich konzentrieren auf das Wesentliche.
Er konzentriert sich nicht darauf, (4:40) was er mitnehmen muss. Und er ist so verpeilt, dass er seinen Wohnungsschlüssel vergessen hat. (4:46) Er ist so verplant.
Das könnten wir auch noch sagen. Verpeilt oder verplant. Ein weiterer (4:53) Beispielsatz ist, manchmal bin ich voll verpeilt und weiß nicht, was ich zuerst machen soll.
Ich (5:00) sitze hier am Morgen, hier mit meinem kleinen, hoffe das war jetzt nicht zu laut, hier mit meinem (5:06) kleinen Heft, schreibe da meine Notizen rein. Was soll ich heute machen? Aufgabe 1, 2 und 3. (5:15) Hoffentlich nicht mehr als drei Aufgaben. Aber manchmal bin ich so verpeilt, dann sitze ich (5:20) hier mit einer Tasse Kaffee.
Prost. Man sagt nicht unbedingt Prost zum Kaffee, aber ist egal. Und (5:28) dann, wenn ich so verpeilt bin, dann weiß ich nicht so wirklich, was ich machen soll, was ich (5:35) jetzt aufschreiben soll.
Manchmal bin ich voll verpeilt, bin ich total verpeilt und weiß nicht, (5:43) was ich zuerst machen soll. Und ein drittes Beispiel. Ich habe völlig verpeilt, also ich (5:50) habe völlig vergessen, ich habe völlig verpeilt, dass ich heute einen Zahnarzttermin habe.
Zahnarzttermin, (5:59) ja also der, die Person, die dir hilft deine Zähne ein bisschen zu sauber zu halten, zu sortieren. Ich (6:08) habe völlig verpeilt, dass ich heute einen Zahnarzttermin habe. Das nächste Wort ist (6:16) Spießer, der Spießer oder wir können auch das Wort, das Adjektiv spießig verwenden.
Okay, also (6:25) ich lese dir mal einen Satz vor und dann überlegst du in der Zwischenzeit, was das vielleicht bedeuten (6:32) könnte und dann erkläre ich dir das oder versuche das dir zu erklären. Hier der Beispielsatz. Er ist (6:37) so ein Spießer, er trägt jeden Tag die gleichen langweiligen Klamotten.
Er ist so ein Spießer, (6:45) er trägt jeden Tag die gleichen langweiligen Klamotten. Wie beschreibt man denn das Wort (6:51) Spießer? Also wenn jemand sehr der Norm entspricht, wenn jemand irgendwie das macht, (6:59) was, keine Ahnung, immer von einem erwartet wird, wenn jemand nicht wirklich mental vielleicht ein (7:07) bisschen, wie sagt man denn, beweglich ist, wenn jemand versucht wirklich sehr kleinkariert zu (7:16) sein, sehr akkurat, immer versucht perfekt zu sein, immer versucht das Richtige zu machen. Aber im (7:23) negativen Sinne, das hört sich ja auch ein bisschen positiv an, also versuchen das Richtige (7:27) zu machen, ist jetzt nichts Negatives.
Aber wenn die Person so überkorrekt ist, dann ist die Person (7:34) vielleicht ein Spießer und deshalb eben auch der Beispielsatz. Er ist so ein Spießer, er trägt jeden (7:40) Tag die gleichen langweiligen Klamotten. Nicht mal irgendein cooles T-Shirt mit irgendwelchen lustigen (7:47) Farben drauf und Symbolen und so weiter, sondern immer irgendwie Krawatte vielleicht und Hemd (7:53) und Anzug und ernstes Gesicht.
Ein weiterer Beispielsatz. Im Vergleich zu seiner Frau ist er (8:01) ein totaler Spießer. Er geht immer zur gleichen Zeit ins Bett.
Im Vergleich zu seiner Frau ist er (8:08) ein totaler Spießer. Er geht immer zur gleichen Zeit ins Bett. Ja, also vielleicht ist die Person (8:15) nicht wirklich ein Spießer, aber einfach im Vergleich zu seiner Frau, die vielleicht ab und zu (8:21) mal irgendwie in die Bar geht oder irgendwas, irgendein komisches Hobby hat und dann auch mal (8:28) später nach Hause kommt, ist er vielleicht ein totaler Spießer, weil er immer geht abends zur (8:34) gleichen Zeit ins Bett, liest sein Buch, trinkt seinen Tee und dann gute Nacht.
Dann könnte man (8:40) sagen, im Vergleich zu ihr ist er ein Spießer. Und der dritte Beispielsatz. Als ich jung war, bin (8:47) ich oft in den Klub gegangen.
Jetzt führe ich eher ein spießiges Leben. Ja, also ich würde sagen, (8:54) das stimmt sogar ein bisschen. Jetzt, wo ich Vater bin, Familienvater und habe mein eigenes (8:59) Unternehmen und so weiter, da würde ich schon sagen, dass mein Leben ein bisschen spießiger ist, (9:04) als das früher der Fall war, als ich noch mit Freunden durch Berlin gezogen bin und wir alle (9:11) möglichen Klubs besucht haben.
Als nächstes habe ich Bammel haben. Bammel haben. Bammel haben bedeutet (9:18) einfach sowas wie Angst haben, Furcht haben und umgangssprachlich eben.
Ich habe total Bammel, (9:24) also ich habe totale Angst. Hier der Beispielsatz. Ich habe jetzt schon Bammel, wenn ich an die (9:30) Prüfung denke.
Ich habe jetzt schon Bammel, wenn ich an die Prüfung denke. Ja, also beispielsweise, (9:38) ich sagen wir, du hast eine Deutschprüfung oder ich habe irgendeine Prüfung und in der (9:46) Uni-Zeit zum Beispiel. Ich sitze zu Hause und, keine Ahnung, gucke mir lieber YouTube-Videos (9:53) an, als für die Uni zu lernen.
Und wenn ich aber an die nächste Prüfung denke, die Prüfung morgen (9:59) oder übermorgen, dann habe ich jetzt schon Bammel. Ein weiterer Beispielsatz ist, sie hat einen riesen (10:06) Bammel davor, morgen die Rede halten zu müssen. Sie hat einen riesen Bammel davor, morgen die Rede (10:14) halten zu müssen oder morgen eine Rede halten zu müssen.
Also sie hat riesen Angst. Sie hat sehr (10:21) viel Angst, sehr viel Bammel. Das ist ja ganz normal für Leute, dass wenn du irgendwie eine Rede vor (10:27) vielen Menschen halten musst, dass du dir dann halt Gedanken machst.
Das ist ganz normal. Das (10:32) ist für jeden so. Selbst hier ich, wenn ich vor meinem Podcast sitze oder vor meiner Kamera sitze, (10:38) dann überlege ich auch manchmal ein bisschen, konzentriere dich Tom, sag das vernünftig, (10:47) erkläre das gut, sodass die Leute das dann auch verstehen.
Und zu guter Letzt habe ich dann das (10:53) Verb schleppen. Schleppen. Ja, also ich muss die Koffer noch nach oben schleppen.
Also wenn man (11:01) was schweres tragen muss, wenn man sich unglaublich dabei anstrengen muss, dann sagen (11:08) wir schleppen. Ich muss die Koffer noch nach oben schleppen. Ich muss die Koffer noch nach oben (11:14) tragen.
Also schleppen hört sich irgendwie ein bisschen anstrengender an als tragen. Warum (11:20) schleppst du denn die Taschen nicht selbst? Warum schleppst du denn die Taschen nicht selbst? Keine (11:26) Ahnung. Ich bin wieder ein neunmal klug, ein Klugscheißer.
Und meine Frau sagt dann vielleicht (11:32) zu mir, warum schleppst du denn nicht die Taschen selbst? Wobei Luise ist ja Engländerin, die würde (11:39) das wahrscheinlich so nicht sagen. Aber meine Mutter könnte es zum Beispiel sagen. Warum schleppst (11:43) du denn die Koffer nicht selbst, wenn du hier so viel rumquatschst? Ja, da haben wir wieder das (11:48) Wort rumquatschen.
Okay, und der letzte Satz für heute. Ich habe keinen Bock den Kühlschrank bis (11:58) in die dritte Etage zu schleppen. Also hoch zu tragen.
Ich habe echt keinen Bock. Ich habe keine (12:07) Lust, keinen Bock haben. Das ist eigentlich auch das nächste Wort zum Thema Slang.
Aber ich habe (12:15) keinen Bock, den Kühlschrank bis in die dritte Etage zu schleppen. Der Kühlschrank ist richtig (12:24) schwer und ich habe einfach keine Lust, den bis ganz nach oben zu tragen. So, und damit sind wir (12:31) am Ende der heutigen Podcast Episode.
Wenn du noch mehr Deutsch mit mir lernen möchtest, dann kann (12:37) ich dir meine Webseite empfehlen, expertlygerman.de. Den Link findest du in den Show Notes. Und da (12:45) gibt es auch verschiedene Alternativen, wie du mit mir Deutsch lernen kannst. Zum Beispiel eine (12:51) Konversationsgruppe.
Was macht man in einer Konversationsgruppe? Richtig, wir unterhalten (12:55) uns über interessante Themen, über Gott und die Welt und dabei lernst du Deutsch. Ich helfe dir (13:02) natürlich bei der Aussprache, bei der Grammatik, bla bla bla. Aber wichtig ist, dass wir über (13:08) interessante Themen sprechen und dabei Spaß haben.
Und Alternative Nummer zwei ist meine (13:14) Mitgliedschaft. Da kannst du dann parallel zu meinem Podcast Deutsch lernen. Ja, das ist ja (13:20) vielleicht nicht so leicht, die Sätze richtig zu formulieren, die Wörter richtig zu verwenden.
Und (13:26) da hilft dir meine Mitgliedschaft parallel zum Podcast. Es gibt da auch Live-Webinar monatlich (13:33) und so weiter. Ich wünsche dir alles Gute.
Tschüssikowski und bis zum nächsten Mal.
Vokabeln
Übungen
Vocab Recap
Lückentext
Wie haben dir die Übungen gefallen? Was kann ich besser machen? Schreib mir doch gerne eine E-Mail für Feedback an: tom@expertlygerman.com
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