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Episode 199 – 10 Redewendugen für den Alltag

Episode #199 | 10 Redewendungen, um natürlicher zu klingen

Content

https://youtu.be/DbHp9zSihx4

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Transkript

[0:00 – 01:46]

(0:00) Herzlich willkommen und heute gibt es wieder ein Video zum Thema Redewendungen. (0:05) Ich habe ein paar Redewendungen mitgebracht, die ich würde ich sagen (0:09) relativ häufig so im Alltag verwende und viele Leute verwenden die auch. Jeder (0:14) kennt die auf alle Fälle und ich versuche euch so ein bisschen zu erklären, was (0:18) denn diese Redewendungen bedeuten und vielleicht erkläre ich, soweit ich das (0:23) herausfinden konnte, auch so ein bisschen die Herkunft von diesen Redewendungen.

 

(0:27) Und Nummer eins ist den Faden verlieren. Was genau ist der Faden? Hier an meinem (0:33) T-Shirt gibt es wahrscheinlich auch Fäden und bestimmt auch irgendwo einen (0:36) Faden und hoffentlich verliere ich den nicht. Und wenn ich jetzt hier zum (0:42) Beispiel meine Podcast Episode aufnehme und plötzlich nicht mehr genau weiß, was (0:48) ich sagen wollte oder ich kann nicht mehr genau mir überlegen, was ich jetzt (0:54) sagen wollte, dann habe ich wahrscheinlich den Faden verloren.

 

Und (0:59) das ist genau auch die Bedeutung. Also du denkst über etwas, du machst etwas, du (1:04) hältst vielleicht eine Präsentation und plötzlich weißt du gar nicht mehr (1:08) genau, was du eigentlich sagen wolltest. Ups, ich glaube, ich habe jetzt total den (1:12) Faden verloren.

 

Und die Herkunft kommt wahrscheinlich vom Nähen. Also du (1:16) versuchst irgendwie ein, ich weiß nicht, dein Loch zuzunähen und wenn du (1:23) du hast die Nadel in deiner Hand, du versuchst den Faden durch das Nadelöhr (1:28) zu zwirbeln und also dieses Nadelöhr, dieses kleine Loch in der Nadel und jetzt (1:36) arbeitest du und das ist alles so klein und dann fängst du an rumzunähen und (1:40) so weiter und plötzlich hast du den Faden verloren. Du weißt also nicht mehr (1:45) genau, wie du weitermachen sollst.

Expand for the full transcript [01:47-15:10]

So in etwa ist die Herkunft von den Faden (1:51) verloren. Und Nummer zwei, das A und O. Also A wie der Buchstabe und O wie der (1:57) Buchstabe. Das Wichtigste einer Sache, das A und O. Zum Beispiel eine gute (2:03) Vorbereitung ist das A und O für eine erfolgreiche Prüfung.

 

Du übst zum (2:09) Beispiel gerade für die B2 Prüfung oder für deinen Examen, für dein (2:16) Staatsexamen in deinem Jurastudium und eine gute Vorbereitung, dass du dich also (2:20) gut vorbereitest. Auf diese Prüfung ist das A und O, ist also das Wichtigste (2:26) überhaupt, um die Prüfung erfolgreich zu bestehen. (2:30) Das A und O. Und die Herkunft A und O kommt von Alpha und Omega, der erste und (2:35) letzte Buchstabe im alten griechischen Alphabet, sagt mir zumindest das (2:40) Internet.

 

Und irgendwie hat sich das dann so entwickelt, dass wir jetzt in (2:44) Deutschland sagen, das ist das A und O, das Wichtigste, das Alpha und Omega. Und (2:49) dann haben wir Tomaten auf den Augen. Also Tomaten.

 

Ich habe dazu mal ein (2:54) Instagram Video vor, ich weiß nicht, einem Jahr oder so aufgenommen und Tomaten auf (3:01) den Augen haben. Also ja, dieses Gemüse, das hast du dann auf deinen Augen. (3:07) Nein, das hilft nicht gegen geschwollene Augen oder gegen Falten, sondern das ist (3:15) eine Redewendung.

 

Wenn wir sagen, jemand hat Tomaten auf den Augen, dann übersieht (3:20) diese Person etwas Offensichtliches. Zum Beispiel, du bist ein sehr netter und sehr (3:28) höflicher Autofahrer und du fährst, du biegst irgendwo ab nach links und (3:33) plötzlich nimmt dir jemand die Vorfahrt und du rufst vielleicht in höflichem (3:39) Ton, ey, du hast wohl Tomaten auf den Augen. (3:42) Du hast wohl das Offensichtliche nicht übersehen, dass ich hier jetzt auch (3:46) gerade abbiegen möchte.

 

Tomaten auf den Augen haben. (3:51) Dann habe ich noch einen Zahn zulegen. Also der Zahn, das ist was du in deinem (3:58) Mund hast und du legst einen Zahn dazu.

 

Okay, was bedeutet das? Das bedeutet so (4:07) wie sich beeilen, schneller machen. Also du, es ist jetzt schon fast 10 Uhr und (4:15) wenn wir es noch rechtzeitig zum Termin schaffen wollen, dann müssen wir jetzt (4:20) echt einen Zahn zulegen oder wahlweise auch einen Zacken zulegen. Und das (4:26) bedeutet also, dass wir uns jetzt echt beeilen müssen.

 

Wir müssen jetzt echt (4:31) schneller machen. Wir müssen jetzt einen Zahn zulegen und die Herkunft soll wohl (4:38) so sein, dass es ein Zahnrad gibt. Zahnrad, ja, das ist dieses Rad mit vielen (4:45) kleinen Zähnen oder Zacken und das sieht so ein bisschen aus wie das Settings- (4:52) Symbol bei den meisten Apps.

 

Das ist ein Zahnrad. I think you say a cogwheel oder (4:57) so auf Englisch. Naja, jedenfalls dieses Zahnrad, wenn man eine Lokomotive hat oder (5:08) eine Maschine hat und man legt einen Schalter um und dadurch, dass man diesen (5:15) Schalter umlegt, fügt man ein weiteres Zahnrad hinzu, was also die (5:21) Eisenbahn, was die Lokomotive also schneller macht.

 

Und man legt also einen (5:26) Zahn zu oder einen Zacken zu und dadurch rollt dann die Lokomotive schneller, (5:33) weil vielleicht mehr Dampf auf dem Kessel ist oder was weiß ich. (5:37) Naja, jedenfalls verwenden wir das so, dass wir also sagen wollen, wir müssen (5:41) uns jetzt echt beeilen. Wir müssen einen Zahn zulegen.

 

Und die nächste (5:45) Redewendung ist, da steppt der Bär. Also Stepptanz, also ein Steppen, das ist eine (5:54) bestimmte Tanzform. Und wir sagen auf Deutsch manchmal, da steppt der Bär.

 

Wenn (6:00) wir also sagen wollen, dass auf einer Party richtig was los ist, wenn da viele (6:05) Leute sind, gute Musik, gute Stimmung und du kannst da einfach Spaß haben, kannst (6:11) gut feiern, dann sagen wir, da steppt der Bär. Und die Herkunft, liebe Tierfreunde, (6:17) bitte nicht hinhören, kommt daher, dass damals auf dem im Mittelalter, damals auf (6:22) den Jahrmärkten die Zirkusse, der Plural von Zirkus, Zirkusse, ich glaube ja, dass (6:29) damals die Bären also auf den Jahrmärkten dazu verwendet wurden, um die Leute zu (6:36) unterhalten. Sie wurden dazu gebracht zu tanzen, (6:40) vielleicht sogar zu steppen, keine Ahnung.

 

Und wahrscheinlich war das so (6:44) unterhaltsam, dass die Leute gesagt haben, ey, da auf dem Jahrmarkt steppt der Bär. (6:49) Es kommt also daher, dass der arme Bär dazu gezwungen wurde zu tanzen. (6:55) Aber heute verwenden wir das ganz ohne diese Bedeutung, sondern wir wollen (7:00) einfach nur ausdrücken, dass da richtig was los ist, dass die Party lebendig ist.

 

(7:05) Da steppt der Bär. Und dann haben wir noch den Nagel auf den Kopf treffen. Also (7:10) nicht den Fingernagel, sondern den Nagel vom Holz, würde ich jetzt mal sagen.

 

Also (7:16) die Herkunft, das habe ich nicht ganz verstanden, deshalb will ich euch nicht (7:19) zu sehr verwirren. Das hat wohl irgendwas damit zu tun, dass früher im (7:24) antiken Rom eine bestimmte Person, ich glaube Paulus habe ich gelesen, er hat (7:29) irgendeinen Satz verwendet, der vom Sinn her wohl ähnlich war. Und dann wurde das, (7:34) also ich kann kein Lateinisch, aber auf Lateinisch ein Satz und der wurde dann (7:39) auf Deutsch so ein bisschen übersetzt.

 

Und dann verwenden wir das eben auch so (7:45) ähnlich. Ich habe es nicht hundertprozentig verstanden. (7:47) Ich stelle mir das aber einfach so vor, dass du ein Stück Holz hast, du hast (7:51) einen Hammer, du hast einen Nagel und du müssten den Nagel direkt auf den Kopf (7:56) treffen, damit du eben den Nagel richtig in das Holz treiben kannst, hämmern (8:02) kannst.

 

Und wenn wir sagen wollen, du hast echt den Nagel auf den Kopf (8:08) getroffen, du hast das Wesentliche erkannt oder vielleicht auch das Wesentliche (8:13) ausgedrückt. Also das, was hier wirklich von ganz zentraler Bedeutung ist. Jemand (8:18) hat eine lange Rede gehalten und du fasst diese Rede im Prinzip mit einem (8:23) Satz zusammen.

 

Also im Prinzip ist das so und so. Ja, Thomas, Maximus, du hast den (8:31) Nagel auf den Kopf getroffen. Und jetzt malen wir den Teufel an die Wand.

 

Der (8:38) Teufel, das ist klar, die Wand, das ist auch klar. Und was bedeutet das jetzt, wenn (8:43) wir den Teufel an die Wand malen? Natürlich nichts Gutes. Wenn man also (8:46) etwas Schlimmes befürchtet oder vielleicht unnötig Angst verbreitet, dann (8:52) malt man den Teufel an die Wand.

 

Und das kommt wohl daher, dass damals (8:58) irgendwann 1541, hat wohl jemand das mal erwähnt, zu dieser Zeit war es also nicht (9:06) so gut, wenn du bestimmte Dinge einfach an eine Wand gemalt hast. Zum Beispiel (9:11) einen Teufel, weil man so wahrscheinlich die schlechten Dinge hervorgerufen hat, (9:17) ins Leben gerufen hat. Und da hat man sich gesagt, nein, mal mal lieber nicht den (9:22) Teufel an die Wand.

 

Und wenn du jetzt den Teufel an die Wand malst, dann könntest (9:27) du zum Beispiel sagen, du sprichst mit einem Kumpel, du sprichst mit einem (9:34) Freund und dieser Freund sieht immer das Schlimme, sieht immer (9:39) das, was passieren kann. Mensch Karl, du mal jetzt nicht schon wieder den Teufel (9:46) an die Wand. Das wird schon nicht passieren.

 

(9:50) Zum Beispiel ihr wollt, was wollt ihr machen? Ihr wollt mit dem Fahrrad von (9:56) Berlin nach Südafrika fahren und dein Kumpel, dem fallen die ganze Zeit alle (10:04) möglichen Dinge ein, die so passieren könnten. (10:06) Er malt den Teufel an die Wand, wobei ich würde wahrscheinlich auch den Teufel (10:12) an die Wand malen. Da können schon echt viele Dinge passieren, wenn du mit dem (10:15) Fahrrad von Berlin nach Südafrika fährst.

 

Das ist schon echt eine lange (10:21) Strecke. Naja, ich hoffe aber, dass du nicht den Teufel an die Wand malst. Und (10:26) jetzt stehen wir auf etwas und zwar wir stehen jetzt auf einem Schlauch.

 

Wenn du (10:34) verstehst irgendetwas nicht, vielleicht du bist gerade nicht besonders (10:38) konzentriert, du hast vielleicht einen schlechten Tag gehabt, du hast nicht gut (10:42) geschlafen oder irgendwie und irgendwie du stehst gerade ein bisschen auf dem (10:46) Schlauch. Du verstehst das nicht genau. Tom, kannst du das noch mal erklären? (10:52) Fragt mich vielleicht ein Schüler im Unterricht.

 

Ich stehe gerade total auf dem (10:57) Schlauch. Deine komischen Grammatik Konjunktiv 1, 2, 3, 4, 10 Regeln kenne (11:05) ich nicht und ich habe die auch nicht verstanden. Kannst du es einfach bitte (11:08) noch mal erklären? Ich stehe total auf dem Schlauch und die Herkunft hier ist (11:15) mir nicht ganz klar.

 

Das soll irgendwas damit zu tun haben, dass der Mensch als (11:19) Maschine gesehen wurde. Irgendwann früher Lommmaschinen und dann dachte (11:27) man sich wahrscheinlich, dass viele Schläuche durch den Körper gehen und (11:31) manchmal steht man auf dem Schlauch und dann funktioniert der Mensch als Maschine (11:36) nicht so, wie er normalerweise funktionieren sollte. Ich stelle mir das (11:41) aber einfach so vor, dass irgendjemand auf einem Schlauch steht und dadurch kann (11:45) das Wasser nicht von A nach B fließen und das Wasser spiegelt (11:52) irgendwie den Gedankenfluss wieder.

 

Man steht also auf dem Schlauch. Das ist so (11:57) meine Vorstellung davon. Und jetzt tanzen wir auf der Nase und zwar das (12:01) Sprichwort ist, jemandem auf der Nase herum tanzen.

 

(12:06) Wir tanzen schon wieder. Also wir steppen nicht, sondern wir tanzen. Und wenn du (12:11) jemandem auf der Nase herum tanzt, dann nimmst du diese Person nicht ernst.

 

Du (12:16) verarschst diese Person. Du machst dich über diese Person lustig. Und früher hat (12:22) man das wohl auch so gesehen, dass also wenn jemand, irgendeine Person hat sich (12:29) über die andere Person lustig gemacht, sie ist vor der Person rumgesprungen, (12:34) hat irgendwelche Witze gemacht, hat sie nicht ernst genommen und dann hat die (12:39) andere Person im Prinzip nur von links nach rechts geschaut, hat nichts gemacht.

 

(12:44) Auf Englisch würde man wahrscheinlich sagen to walk all over someone, was (12:48) vielleicht noch ein bisschen extremer ist, als einfach nur das Tanzen auf der (12:53) Nase. Wir verwenden das aber eben so, ja also (12:57) das Kind. Das Kind tanzt ihm total auf der Nase herum.

 

Also das Kind nimmt ihn (13:04) nicht ernst, macht was es will, verarscht vielleicht den Erwachsenen auch. Und dann (13:09) würden wir sagen, die auf der Nase herum tanzen. Und zu guter Letzt trennen wir (13:15) die Spreu vom Weizen.

 

Also das Gute vom Bösen oder vom Schlechten trennen. Nicht (13:22) vom Bösen, sondern eher vom Schlechten. Das Gute vom Schlechten trennen, die (13:26) Spreu vom Weizen trennen.

 

Zum Beispiel in einem Bewerbungsprozess, das Unternehmen (13:33) versucht die Spreu vom Weizen zu trennen, indem sie die Kandidaten gründlich (13:39) interviewt in einem Bewerbungsgespräch. Und es kommt wohl daher, also das wurde (13:45) zuerst in der Bibel erwähnt, da trennt man die Spreu vom Weizen. Aber es kommt (13:50) scheinbar daher, dass man in der Landwirtschaft, es gibt einen Prozess, wo (13:56) man also die Weizenkörner von dem Rest, von der Spreu trennt.

 

Und man trennt so (14:04) also das, was man braucht, was man haben möchte, also die Weizenkörner von dem (14:09) Rest, dem Schlechten, was man also nicht so braucht. Und somit trennt man die (14:14) Spreu vom Weizen. Du kannst übrigens meine Mitgliedschaft aktuell für einen (14:19) Monat lang testen, nur für einen Euro.

 

Du kannst dir also die komplette (14:23) Mitgliedschaft anschauen, du kannst dir die Basic-Mitgliedschaft anschauen oder (14:28) die Premium-Mitgliedschaft. In der Premium-Mitgliedschaft hast du alle (14:31) Funktionen und du kannst es austesten für einen Monat, für einen Euro, also im (14:36) Prinzip für lau, für nichts. Kannst dir mal anschauen, vielleicht gefällt es dir (14:40) ja.

 

In der Mitgliedschaft gibt es interaktive Übungen zu jeder Podcast- (14:45) Episode, also zu jedem YouTube-Video. In der Premium-Mitgliedschaft gibt es noch (14:49) viele andere Dinge, zum Beispiel Live-Zoom-Meetups mit mir und auch ein (14:55) Premium-Podcast, also wo ich Videos veröffentliche, die du sonst nicht findest. (15:01) Zum Beispiel zu diesem Video gibt es ein weiteres Video, aber nur in der (15:06) Premium-Mitgliedschaft.

 

Ich hoffe, du bist dabei. Vielleicht sehe ich dich ja (15:10) demnächst in der Mitgliedschaft. Tschüssikowski und bis zum nächsten Mal!


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