Site icon Expertly German

Episode 256 | Verben mit „lassen“: zulassen, loslassen, verlassen…

Episode 256 · B1–B2

Verben mit lassen

📅 2. Mai 2026
⏱ ca. 18–22 Minuten
💬 7 Verben

You are currently viewing a placeholder content from YouTube. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.

More Information Unblock content Accept required service and unblock content

Falls das Video nicht angezeigt wird, müssen zuerst die Cookies unten links akzeptiert werden.

🎧 Audio (werbefrei)
Dein Browser unterstützt kein Audio.https://expertlygerman.com/wp-content/uploads/2026/04/256-verben-mit-lassen-audio.mp3
🎧






📄 Transkript als PDF herunterladen


Download

B1
B2
C1

Fahre über markierte Wörter für die Bedeutung · Auf dem Handy: tippe auf die Wörter

[0:00] — Intro & Was bedeutet lassen?
Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode hier bei Expertly German. Mein Name ist Tom und heute schauen wir uns ein weiteres Verb in der Reihe VERBEN MIT an. Und das Verb, das wir uns heute genauer anschauen, ist lassenlassen: jemanden etwas tun lassen (erlauben) oder etwas veranlassen — „to let / to have something done“. LASSEN. Und wenn wir eine Vorsilbedie Vorsilbe: eine Silbe, die man vor ein Verb stellt und die die Bedeutung verändert — „prefix“ davor stellen, dann ändert sich die Bedeutung teilweiseteilweise: nicht vollständig, aber zu einem gewissen Grad — „partly / in some cases“ komplett. Und man denkt als jemand, der Deutsch als Fremdsprache lernt, ja, was, was soll denn das, liebe, liebe, liebe deutsche Sprache? Es ist ja unglaublichunglaublich: kaum vorstellbar, sehr stark — „incredibly / unbelievably“ schwer, das zu verstehen und das dann auch anwendenanwenden: etwas in der Praxis benutzen — „to apply / to use“ zu können. Naja, und wir schauen uns heute mal ein bisschen die einzelnen Verben an mit lassen. Aber nicht alle, weil ansonsten ist das hier ein dreistündiger Podcast und ihr schlaft dann definitiv ein.
Bevor wir uns die einzelnen Verben anschauen, was bedeutet überhaupt lassen an sich einfach so? Man könnte zum Beispiel sagen, ich lasse dich reden, sodass du erstmal sprechen kannst. Oder ich lasse dich sprechen könnte man vielleicht auch sagen. Er lässt ihn reden. Er versucht ihn nicht zu unterbrechenunterbrechen: jemanden stoppen, während er spricht — „to interrupt“, damit, weil nicht, kann man, ist ja auch unhöflich, sondern er lässt die Person aussprechen. Und eine zweite oder, nee, erstmal ein zweites Beispiel wäre, er lässt das Kind spielen. Wäre vielleicht ein anderes. Er lässt das Kind einfach spielen. Das ist jetzt da vielleicht nicht perfekt, da im Dreck, aber vielleicht hat da irgendwie eine Katze mal irgendwie hingepinkelt, aber das viel schlimmer wird es dann auch nicht. Und er lässt das Kind einfach spielen. Ist okay.
Eine zweite Bedeutung von lassen ist auch so ein bisschen wie, wie sagt man denn? Ich gebe mal das Beispiel, vielleicht fällt mir dann ein, wie man das erklären kann. Er lässt das Auto reparierenreparieren: etwas kaputtes wieder in Ordnung bringen — „to repair / to fix“. Er lässt das Auto reparieren. Also, oder ich lasse die Haare schneiden. Also ich mache es ja nicht selber, auch wenn es vielleicht manchmal so aussieht. Nein, das ist eigentlich total unhöflich gegenüber meiner Friseuse. Die ist total nett und total cool. Nichts gegen meinen Haarschnitt. Okay, so. Also wenn man etwas initiiert und man macht das dann aber nicht selber. Also ich initiiere, dass ich im Prinzip jemanden beauftragebeauftragen: jemanden offiziell bitten, etwas zu tun — „to commission / to instruct someone“, mein Auto zu reparieren, aber ich mache das ja nicht selber, weil ich nicht die Fähigkeiten, das Material und so weiter habe. Das ist noch eine andere Verwendung.
Und dann, wenn man vielleicht, das habe ich mir hier noch aufgeschrieben. Achso, wenn man aufhört mit etwas. Lass das bitte. Also höre bitte damit auf. Lass das. Ja, wenn irgendjemand irgendwas Nerviges macht, dann lass das bitte. Das ist echt nervig. Du brauchst hier nicht die ganze Zeit, weiß nicht, rumsingen oder irgendwie rumseiern. Fällt mir gerade als Wort ein. Ich denke mal, das Wort rumseiern kennst du nicht. Und das gibt es vielleicht in der Bonus-Episode. Mal gucken. Naja, also man versucht einer anderen Person mitzuteilen, dass die Person aufhören soll mit etwas. Oder man kann auch selber. Ich lasse das rauchen. Ich lasse das Rauchen sein. Ich höre jetzt damit auf. Ich versuche oder mit Alkohol trinken und so weiter. Damit kann man auch aufhören. Aber die underlying theme, der rote Faden hier ist ja im Prinzip Toilette. Okay, so.
[6:00] — zulassen
Und was gibt es dann für Verben mit lassen? Ich habe mir hier aufgeschrieben zulassenzulassen: erlauben, dass etwas passiert; auch: ein Fahrzeug offiziell für den Straßenverkehr freigeben — „to allow / to permit / to license“. Zulassen. Zum Beispiel, ich lasse nicht zu, dass du so mit mir redest. Könnte man zum Beispiel sagen. Also ich erlaube nicht. Also ich lasse nicht zu. Wenn man aber etwas zulässt, dann erlaubt man etwas. Aber das Beispiel hier ist jetzt negativ. Also ich lasse nicht zu, dass du so mit mir redest.
Ein anderes Beispiel ist vielleicht beim Auto. Wir haben das Auto repariert und dann wird das, dann bekommt das Auto eine Zulassungdie Zulassung: die offizielle Genehmigung, z.B. für ein Auto oder eine Berufstätigkeit — „approval / license / registration“ oder das Auto wurde zugelassenzugelassen: offiziell genehmigt und für den Straßenverkehr freigegeben — „licensed / approved“. Also es gibt ja sehr viele Regeln, wie ihr wisst. Und gut beim Auto ist das auch gut, dass es diese Regeln gibt. Nicht jeder kann sein Auto einfach, kann da irgendwas machen mit dem Auto. Und das funktioniert dann nicht, wenn du auf der Autobahn fährst. Und wenn das Auto zugelassen wird, dann ist das Auto also fit für den normalen Straßenverkehrder Straßenverkehr: alle Fahrzeuge und Personen, die sich auf der Straße bewegen — „road traffic“. Und dann gibt es eben die Zulassung als Nomen. Die Zulassung kann jetzt beim Auto sein, kann aber auch in anderen Situationen, in anderen Varianten sein.
Ich lasse etwas zu. Ich erlaube das also. Gibt es da noch irgendwas? Vielleicht auch etwas, ja ich lasse zu, dass X passiert. Vielleicht beim, ich weiß nicht, beim Jiu-Jitsu vielleicht. Er lässt zu, dass er an seinem Guard vorbeikommt und so kann er halt vielleicht irgendwie dem anderen Trainingspartnerder Trainingspartner: jemand, mit dem man zusammen Sport trainiert — „training partner“ vielleicht was beibringen. Oder irgendwelchen anderen Situationen, wo man einfach, wo man aktiv etwas zulässt.
[9:00] — loslassen
So, dann haben wir loslassenloslassen: etwas physisch nicht mehr festhalten; oder emotional: etwas nicht mehr festhalten — „to let go“. Loslassen. Da gibt es ein paar Verwendungen dafür. Also zum Beispiel einfach physisch etwas loslassen. Lass das Glas los. Damit ich das Glas Wasser nehmen kann, musst du das Glas loslassen. Ja, dann würden wir nicht sagen, lasse das Glas, sondern lass das Glas los. Also so, dass die Person physisch das also nicht mehr festhält.
Man kann aber auch noch emotional loslassen. Zum Beispiel, man muss loslassen können, wenn man die ganze Zeit arbeitet. Du musst, du schreibst dir dein Skript für deinen Podcast, du editierst deine Episoden, du versuchst die Mitgliedschaft zu bauen und musst dann irgendwas programmieren und so weiter und du fokussierst dich die ganze Zeit. Das, dann ist es vielleicht auch wichtig, einfach in den Park zu gehen. Sich da im Park ein bisschen zu sonnen, vielleicht eine Runde Fußball spielen oder irgendwas und einfach loslassen. Einfach versuchen an nichts zu denken und zu entspannen und die Seele baumeln lassendie Seele baumeln lassen: sich wirklich entspannen, alle Sorgen vergessen — „to unwind / to let your soul dangle (idiom)“. Das habe ich schon mal gesagt. Ich finde das schön. Genau. Loslassen können. Vielleicht gibt es noch andere Verwendungen, aber diese Verwendungen sind so die, die wir sehr häufig verwenden.
[12:00] — sich einlassen auf
Dann gibt es noch einlassensich einlassen auf: sich auf eine Situation, ein Gespräch oder ein Abenteuer einlassen — sich darauf einzulassen bedeutet: sich aktiv darauf einzustellen — „to get involved in / to commit to“. Einlassen und häufig verwenden wir das reflexivreflexiv: das Verb bezieht sich auf das Subjekt selbst, mit einem Reflexivpronomen wie „sich“ — „reflexive“ mit der Präpositiondie Präposition: ein kleines Wort wie „auf“, „in“, „mit“, das ein Verhältnis ausdrückt — „preposition“ auf. Sich auf etwas einlassen. Zum Beispiel, lass dich auf das Gespräch ein. Du, vielleicht Gespräch oder lass dich auf diese Situation ein. Lass dich auf das Abenteuer ein. Lass dich auf das Gespräch ein.
Du bist vielleicht beim Psychologen gewesen. Du bist beim Psychologen, einfach um dich selber besser kennenzulernen. Du sprichst aber mit einer Freundin darüber und sagst, ich weiß nicht, ich kann das nicht, da einfach so alles zu erzählen. Dann sagt vielleicht deine Freundin, lass dich einfach auf das Gespräch ein. Versuche dich darin zu involvieren. Versuche auch so ein bisschen loszulassen und dich darauf einzulassen, dich da so ein bisschen engagiert dabei zu sein im Gespräch. Das ist vielleicht wichtig, obwohl es ein gewisses Maß an Ungewissheitdie Ungewissheit: das Nicht-Wissen, wie etwas ausgeht — „uncertainty“ gibt. Deshalb auch sich auf ein Abenteuer einlassen. Die Definition von einem Abenteuer ist ja sicherlich, dass es eine Ungewissheit gibt und auch ein gewisses Risikodas Risiko: die Möglichkeit, dass etwas schiefgeht — „risk“. Ansonsten würde ich sagen, es ist kein Abenteuer.
Man kann sich zum Beispiel auch auf ein riskantesriskant: mit einem gewissen Risiko verbunden, nicht sicher — „risky“ Geschäftdas Geschäft: hier ein Geschäftsabschluss, ein Deal — „business deal“ einlassen. Also Geschäft ist in dem Fall hier Business Deal, könnte man vielleicht sagen. Das muss auch nicht riskant sein. Das kann auch einfach nur sich auf ein Geschäft einlassen. Aber da schwingt dann schon so ein bisschen Ungewissheit und Risiko da irgendwie mit bei. Vielleicht ist das nicht so das Perfekte für die eine oder andere Person. Aber sich auf etwas einlassen verwenden wir sehr gerne, wenn man versuchen sollte sich, wie ich eben schon versucht habe zu erklären, sich für etwas zu engagieren.
Ansonsten kann man vielleicht noch sagen, hereinlassen. Jemanden hereinlassen. Aber dann ist es herein und nicht einlassen. Jemanden einlassen geht auch, hört sich für mich irgendwie ein bisschen komisch an, aber man sagt auch der Einlassder Einlass: der Zugang zu einem Gebäude oder einer Veranstaltung — „admission / entry“, der Eingang. Aber jemanden hereinlassen ist to let someone come in. Jemanden in deine Wohnung hereinlassen oder reinlassen. Ich würde wahrscheinlich das ohne das her sagen, sondern nur jemanden reinlassen.
[15:00] — verlassen & sich verlassen auf
Dann habe ich das Verb verlassenverlassen: einen Ort oder eine Person verlassen — „to leave“. Man kann einen Ort oder eine Person verlassen. Du verlässt dein Heimatlanddas Heimatland: das Land, in dem man aufgewachsen ist — „home country“. Du hast deine Partnerin verlassen. Also nach 20 Jahren hast du deinen Mann verlassen, könnte man sagen.
Aber was dann ein bisschen interessant ist, sich verlassen auf ist ja fast das Gegenteil von jemanden verlassen. Spannend oder? Was bedeutet sich verlassen aufsich verlassen auf: jemandem vertrauen, darauf zählen, dass er da ist — „to rely on“? Ich stelle mir jetzt vor, du gehst wieder mit deinem Meerschweinchen spazieren und überlegst, was könnte denn das bedeuten? Sich auf etwas verlassen. Natürlich, du verlässt dich auf eine Person. Du, ja wie sagt man denn? Wie erklärt man denn sich verlassen auf? Du vertraust der Person, dass sie dir in schwierigen Zeiten oder in herausfordernden Situationen beisteht. To rely on. Aber ich will ja nicht so viel auf Englisch sprechen. Und das ist interessant, dass also verlassen, to leave und dann sich auf jemanden verlassen, to rely on fast ja irgendwie fast Gegenteile sind. Es ist nicht einfach mit der deutschen Sprache.
[17:00] — hinterlassen & zurücklassen
Dann haben wir hinterlassenhinterlassen: etwas zurücklassen, z.B. eine Nachricht oder einen Eindruck; auch: etwas vererben — „to leave behind / to bequeath“. Zum Beispiel könnte man etwas hinterlassen, etwas zurücklassen. Zum Beispiel, bitte hinterlassen sie mir eine Nachricht nach dem Signaltonder Signalton: das Piepsen bei einer Sprachnachricht — „beep / signal tone“. Ja, also wenn du zum Beispiel deinen Anrufbeantworterder Anrufbeantworter: das Gerät, das Nachrichten aufnimmt, wenn man nicht ans Telefon geht — „answering machine / voicemail“ hast, dein AB, sagen wir auch genau. Aber hinterlassen könnten wir auch verwenden, wenn du etwas vererbstvererben: Besitz nach dem Tod an die nächste Generation weitergeben — „to bequeath / to inherit“, dann hinterlässt du etwas. Vererben, also eine Person stirbt und vererbt dann etwas an die nachfolgende Generation. Man sagt auch vermachenvermachen: per Testament etwas jemandem hinterlassen — „to bequeath (formal)“. Das ist auch spannend. Genau, richtig.
Dann haben wir noch zurücklassenzurücklassen: jemanden oder etwas an einem Ort lassen, während man selbst weggeht — „to leave behind“. Zurücklassen. Zurücklassen könnte man auch so ein bisschen im Erbschaftskontext verwenden. Also, man lässt etwas zurück, aber dann würden wir wahrscheinlich etwas eher sagen hinterlassen. Aber mir fällt jetzt zum Beispiel hier Australien ein. Er ließ seine Familie zurück und wanderteauswandern: das eigene Land verlassen, um in einem anderen Land zu leben — „to emigrate“ nach Australien aus. Ist ja wirklich am anderen Ende der Welt. Wenn du jetzt aus Europa beispielsweise kommst und dann lässt du also deine Familie zurück. Mit Schmerz könnte man vielleicht auch sagen, leave your family behind. Vielleicht auch ohne Absicht kann ja auch sein, weil es irgendeine, es gibt einen Konfliktder Konflikt: ein Streit oder eine Auseinandersetzung, oft zwischen Ländern oder Menschen — „conflict“ in deiner Region und dann musst du deine Familie zurücklassen. Das ist natürlich nicht so schön. Also zurücklassen ist vielleicht ein bisschen dramatischer als hinterlassen. Genau.
[19:00] — nachlassen
Dann haben wir noch nachlassennachlassen: weniger werden, schwächer werden — „to decrease / to diminish / to ease up“. Nachlassen. Zum Beispiel, wenn du Schmerzender Schmerz: das Gefühl, wenn etwas wehtut — „pain“ hast und die Schmerzen lassen nach. Also es tut echt weh, du hast Zahnschmerzen, aber so nach einer Woche, oder hoffentlich weniger als einer Woche, lassen die Schmerzen so ein bisschen nach. Es tut weniger weh. Das ist interessant. Dann würden wir nachlassen verwenden. Es gibt noch, vielleicht auch wenn man irgendwie so nach, also etwas wird weniger. Das ist vielleicht eine gute Definition von nachlassen. Etwas wird weniger. Zum Beispiel, also die Schmerzen werden weniger, die Schmerzen lassen nach, aber vielleicht meine Kräftedie Kraft: die körperliche oder geistige Stärke — „strength / energy“ können auch nachlassen. Ich versuche vielleicht irgendwie ein Rennrad zu fahren und so nach zwei Stunden lassen meine Kräfte nach. Meine kleinen Beinchen, die werden dann müde und dann muss ich leider ein bisschen langsamer fahren. Dann lassen meine Kräfte nach. Der Wind lässt nach. Die Konzentrationdie Konzentration: die Fähigkeit, sich auf eine Sache zu fokussieren — „concentration“ lässt nach. Fällt dir noch andere Sachen ein? Was kann denn noch nachlassen?
[21:00] — Outro & Bonus-Episode
Dann gibt es noch, wie spät haben wir noch? Vier oder fünf weitere Verben mit lassen und die besprechen wir in der Bonus-Episodedie Bonus-Episode: eine zusätzliche Episode exklusiv für Mitglieder — „bonus episode“. So machen wir das. Wenn du die Bonus-Episode sehen möchtest oder dir anhören möchtest, dann kannst du meine Mitgliedschaft abschließen für einen Euro für einen ganzen Monat. Du findest die Mitgliedschaft auf expertlygerman.com oder es gibt einen Link hier in den Show Notes irgendwo. Du findest die Show Notes sicherlich. Da einfach auf den Link klicken und dann kannst du auch ganz entspannt vom Handy aus dir die Mitgliedschaft anschauen und da schauen wir uns noch ein paar weitere Verben mit lassen an.
In der Mitgliedschaft gibt es auch ein Wort des Tages mit einer Erklärung dazu, logischerweise, und einem Beispielsatz, manchmal auch mehrere Beispielsätze und eine kleine Übung. Es gibt auch Spaced RepetitionSpaced Repetition: eine Lernmethode, bei der Wörter in wachsenden Abständen wiederholt werden — „spaced repetition“. Das hat denn Tom in den letzten Episoden so erzählt. Das alles findest du in meiner Mitgliedschaft.
Vielen herzlichen Dank, dass du dir meinen Podcast anhörst beim Spazierengehen mit deinem Meerschweinchen, beim Autofahren, beim … gibt es auch einen Piloten, der sich meinen Podcast anhört? Ich hoffe, so ein Hobbypilot, kein wirklicher Pilot. Was gibt es denn noch? In welchen lustigen Situationen kann man sich denn den Podcast noch anhören? Vielleicht irgendwie auch so beim Arbeiten, wenn du irgendwas langweiliges machst, irgendwas, was immer wiederholend ist. Jetzt gibt es hier gerade laute Geräusche. Deshalb würde ich sagen, vielen herzlichen Dank. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

Das Verb lassen ist eines der wichtigsten deutschen Verben. Es bedeutet „to let“ oder „to have something done“. Mit einer Vorsilbe (Präfix) davor entsteht jedes Mal eine neue, oft überraschende Bedeutung. Hier sind die sieben Verben aus dieser Episode.

lassen
to let / to have something done / to stop doing sth.
„Ich lasse dich reden.“ — I let you speak.
„Er lässt das Auto reparieren.“ — He has the car repaired.
„Lass das bitte!“ — Please stop doing that!
zulassen
to allow / to permit / to license
„Ich lasse nicht zu, dass du so mit mir redest.“
„Das Auto wird zugelassen.“ — The car gets registered.
Nomen: die Zulassung (license, registration)
loslassen
to let go (physically & emotionally)
„Lass das Glas los!“ — Let go of the glass!
„Du musst loslassen können.“
„Die Seele baumeln lassen.“ — To unwind.
sich einlassen auf
to get involved in / to commit to
„Lass dich auf das Gespräch ein.“
„Sich auf ein Abenteuer einlassen.“
„jemanden hereinlassen“ — to let someone in
verlassen & sich verlassen auf
to leave & to rely on (almost opposites!)
„Er hat sein Heimatland verlassen.“ — to leave
„Ich verlasse mich auf dich.“ — I rely on you.
Fast Gegenteile!
hinterlassen
to leave behind / to bequeath
„Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.“
„Er hat ihr ein Haus hinterlassen.“ — He bequeathed her a house.
auch: vermachen (formal)
zurücklassen
to leave behind (with emotion)
„Er ließ seine Familie zurück und wanderte aus.“
Klingt dramatischer als hinterlassen.
nachlassen
to decrease / to ease up / to diminish
„Die Schmerzen lassen nach.“ — The pain is easing.
„Meine Kräfte lassen nach.“
„Der Wind lässt nach.“ — The wind is dying down.


Nur 5 Minuten?
Mach Übung 1 + Übung 3 — das reicht, um die Verben zu verinnerlichen.
→ Übung 1
→ Übung 3

Übung 1
Multiple Choice — Welches Verb passt?
Wähle das richtige Verb mit lassen für jeden Satz.
Frage 1
„Die Schmerzen _____ langsam nach.“



Frage 2
„Er hat sein Heimatland _____ und ist nach Kanada gezogen.“



Frage 3
„Ich _____ mich auf dich — du hilfst mir immer in schwierigen Zeiten.“



Frage 4
„Bitte _____ Sie nach dem Signalton eine Nachricht.“



Frage 5
„Er _____ das Auto _____ — jetzt darf es auf deutschen Straßen fahren.“



Frage 6
„Lass das Glas _____! Ich brauche es.“






Übung 2
Zuordnung — Erklärung und Verb
Wähle das passende Verb mit lassen für jede Erklärung.
Etwas wird weniger oder schwächer.

Jemanden in einen Ort oder eine Situation nicht einlassen — also verbieten.

Nach dem Tod etwas an die nächste Generation weitergeben.

Sich auf etwas einlassen, sich auf eine Situation einlassen — engagiert dabei sein.

Die Familie bleibt zurück, während man selbst auswandert — oft mit Schmerz.

Emotional entspannen und aufhören, über die Arbeit nachzudenken.




Übung 3
Richtig oder Falsch
Sind diese Aussagen über die Verben mit lassen richtig oder falsch?
„Verlassen“ (einen Ort verlassen) und „sich verlassen auf“ (to rely on) sind fast Gegenteile.

Richtig! „Er verlässt die Person“ bedeutet „to leave“, aber „Er verlässt sich auf die Person“ bedeutet „to rely on“ — fast das Gegenteil.
„Lass das Glas!“ ist die richtige Art zu sagen, dass jemand das Glas loslassen soll.

Falsch! Man sagt „Lass das Glas los!“ — mit dem Präfix los am Ende (trennbares Verb).
„Sich einlassen auf“ wird häufig reflexiv mit der Präposition „auf“ verwendet.

Richtig! „Lass dich auf das Gespräch ein“ — reflexiv + Präposition „auf“ ist typisch.
„Hinterlassen“ und „zurücklassen“ bedeuten exakt dasselbe.

Falsch! Sie ähneln sich, aber „zurücklassen“ klingt dramatischer, z.B. wenn man die Familie beim Auswandern zurücklassen muss. „Hinterlassen“ passt besser für Nachrichten oder Erbschaften.
„Nachlassen“ bedeutet, dass etwas schwächer oder weniger wird.

Richtig! „Die Schmerzen lassen nach“ = der Schmerz wird weniger. „Der Wind lässt nach“ = der Wind wird schwächer.
„Er lässt das Auto reparieren“ bedeutet, dass er das Auto selbst repariert.

Falsch! „Etwas lassen + Infinitiv“ bedeutet: er beauftragt jemanden, es zu tun. Er macht es nicht selbst.
„Die Zulassung“ ist das Nomen zu „zulassen“.

Richtig! „Das Auto bekommt eine Zulassung“ — die offizielle Genehmigung. Das Nomen zu „zulassen“.



Übung 4
Gespräche ergänzen
Klicke auf die richtigen Wörter, um die Lücken zu füllen. Klicke auf eine gefüllte Lücke, um das Wort zurückzulegen.
Dialog 1 — Lena und Marco planen ein Wochenende





LenaHast du schon überlegt, was wir am Wochenende machen? Jana hat eine Wanderung .
MarcoWandern klingt gut. Ich muss ehrlich gesagt mal richtig den Kopf freibekommen — die Woche war brutal.
LenaJa, du wirkst total erschöpft. Du musst einfach mal alles und nicht ans Büro denken.
MarcoLeichter gesagt als getan. Aber du hast recht. Fahren wir einfach los — ohne großen Plan?
LenaSehr gerne! Wir schauen einfach, was sich ergibt.
MarcoPerfekt. Und wenn der Akku vom Handy mal nach, ist das auch kein Drama.
LenaGenau das ist der Plan!


Dialog 2 — Tim und Sara reden über den neuen Job





TimWie läuft es so bei der neuen Stelle?
SaraGanz gut, aber die Arbeit ist doch ziemlich . Mehr als ich erwartet hatte.
TimDas kenne ich vom Anfang. Man muss sich erst mal daran haben, bevor es leichter wird.
SaraStimmt. Und die sind auch noch etwas fremd — ich kenne die ja kaum.
TimVersuch dich einfach auf die Leute . Mittagessen zusammen, so was — das hilft.
SaraDu hast recht. Ich muss auch lernen, Fehler — ich bin zu perfektionistisch.
TimDas hört sich gut an. Gib dir noch einen Monat, dann fühlt es sich völlig normal an.


You are currently viewing a placeholder content from YouTube. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.

More Information Unblock content Accept required service and unblock content

Falls das Video nicht angezeigt wird, müssen zuerst die Cookies unten links akzeptiert werden.

Was erwartet dich in dieser Bonus-Episode?

In dieser Bonus-Episode schauen wir uns noch vier bis fünf weitere Verben mit lassen an, die wir in der Hauptepisode nicht mehr geschafft haben — mit Beispielen, Erklärungen und Übungen.

Exit mobile version