Episode 172
Episode 272 · B1–C1
Alexander von Humboldt – Teil 1
🌍 Biografie & Wortschatz
⌛ ca. 30 Minuten
📜 Teil 1 von 2
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B1
B2
C1
Einleitung
Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode hier bei Expertly German. Mein Name ist Tom und ich freue mich, dass du wieder dabei bist. Heute schauen wir uns einen preußischen Naturforscherder Naturforscher, – → naturalist, natural scientist; jemand, der die Natur systematisch erforscht an. Ein Naturforscher, der stammt aus Berlin, der ist mittlerweile schon tot. Nach ihm wurden Flüsse, Berge, sogar ein Meeresstromder Meeresstrom, -ströme → ocean current; eine große Strömung im Meer. Der Humboldtstrom vor Peru ist nach ihm benannt benannt. Dieser preußische Naturforscher wurde 1769 geboren in Berlin. Und du ahnstahnen → to sense, to guess, to suspect; etwas vermuten, ohne es genau zu wissen jetzt vielleicht schon, wer das war. Nach ihm und seinem Bruder wurde eine bekannte Berliner Universität benannt und er durchquerte Südamerika, man kann sagen, fast auf eigene FaustRedewendung: on one’s own initiative, single-handedly; ohne fremde Hilfe, selbstständig und eigenverantwortlich Und natürlich sprechen wir heute über Alexander von Humboldt und dabei wollen wir natürlich Deutsch lernen. Also ich erzähl euch ‘n bisschen was zur Figur, zur Person Alexander von Humboldt, zu seiner Biografie und dabei baue ich ein paar Wörter ein, äh, die ich dann erkläre, so gut wie’s geht, äh, damit ihr als B1 bis C1 Deutschlerner ‘n paar Wörter, ‘n paar neue Wörter lernen könnt, euer Vokabular erweiternerweitern → to expand, to broaden; größer machen, ausbauen könnt und hoffentlich, äh, behaltet, könnt ihr euch diese Wörter besser behalten, dadurch, dass sie im Kontext einer Geschichte beziehungsweise hier einer Biografie erklärt werden. Ich geb mein Bestes, sodass es unterhaltsamunterhaltsam → entertaining; etwas macht Spaß und ist nicht langweilig wird und auch lehrreichlehrreich → instructive, educational; man lernt viel dabei. Okay, diese Episode hat sieben Kapitel und ich hab mir hier mein Transkript zusammengeschrieben. Es hat sieben Kapitel und wir fangen natürlich an, ganz am Anfang des Lebens von Alexander von Humboldt.
Kapitel 1: Kindheit und Herkunft
Der wurde, wie schon gesagt, 1769, und zwar gen… um genauer zu sein, am 14. September in Berlin geboren. In eine wohlhabendewohlhabend → well-off, affluent; man hat viel Geld, ist reich (aber höflicher ausgedrückt), in eine adligeadlig → noble, aristocratic; zur Aristokratie gehörend. Das „von“ im Namen zeigt oft adlige Herkunft Familie. Es gibt ja, da gibt’s ja wirklich viele in der deutschen Geschichte, die eine adlige Herkunftdie Herkunft → origin, background; woher jemand kommt, aus welcher Familie oder welchem Land haben und, äh, bekannte Leute geworden sind. Es ist interessant, vielleicht komm ich da später noch mal drauf zu sprechen. Sein Vater war Offizierder Offizier, -e → (military) officer; ein Militärangehöriger mit höherem Rang und später Kammerherrder Kammerherr, -en → chamberlain; ein hoher Höfling am Hof eines Fürsten oder Königs am preußischen Hof. Seine Mutter stammte aus einer reichen Hugenottenfamilie. Ah, über diese Hugenotten haben wir schon gesprochen, äh, im Zusammenhang mit der Episode zu Berlin, zur Geschichte von Berlin. Wir können uns sicherlich dran erinnern, dass die Hugenotten ja aus Frankreich kamen. Ähm, und interessanterweise wurde er, soweit ich weiß, geboren im Schloss Tegel beziehungsweise hatte die Familie, die besaß ein Schloss Tegel, also ein Anwesendas Anwesen, – → estate, property; ein großes Grundstück mit Haus und viel Land, ein Landgutdas Landgut, -güter → country estate, manor; großer ländlicher Grundbesitz mit Herrenhaus außerhalb oder so am Rande von Berlin. Richtig, wenn du irgendwann mal nach Berlin, äh, geflogen bist, da Urlaub gemacht hast in der Vergangenheit, dann bist du vielleicht auch, äh, am Flughafen Tegel angekommen oder bist da losgeflogen. Heute kommst du natürlich am BER Flughafen an. Der liegt da, wo ehemals der Flughafen Schönefeld, äh, lag. Das ist so im Südosten von Berlin und Tegel ist im Nordwesten. Na ja, jedenfalls in dieser Region, äh, da hatte diese Familie Humboldt ein Anwesen und da verbrachte, äh, Alexander auch viel Zeit. Als, das ist interessant, als Kind galt Alexander eher kränklichkränklich → sickly, of frail health; oft krank, von schwacher Gesundheit. Nicht dasselbe wie „krank“ – es ist ein Dauerzustand und eher schwach. Ich erkläre das Wort kränklich gleich noch mal. Im Gegensatz zu seinem zwei Jahre älteren Bruder Wilhelm. Und dazu können wir dann auch noch mal ‘ne Episode machen, und zwar zu Wilhelm, äh, dem Bruder von Alexander von Humboldt. Der, dieser Wilhelm galt nämlich als das eigentliche Talent der Familie. Also Wilhelm war irgendwie talentierter, begabterbegabt → gifted, talented; jemand hat von Natur aus eine besondere Fähigkeit und, ähm, die Familie steckte also doch mehr Hoffnung in den Wilhelm als in den Alexander. Ist interessant. Dieser Wilhelm wurde ja später auch einer der bedeutendstenbedeutend → significant, important; wichtig, mit großem Einfluss Sprachwissenschaftlerder Sprachwissenschaftler, – → linguist; jemand, der Sprache wissenschaftlich erforscht und Bildungsreformerder Bildungsreformer, – → education reformer; jemand, der das Bildungssystem grundlegend verändert in Preußen. Wie gesagt, wir sollten dazu mal noch ‘ne Episode machen, äh, aber wir behalten das im HinterkopfRedewendung: to keep something in mind, to bear in mind; sich etwas merken für später. Alexander und Wilhelm. Wilhelm der Ältere, Alexander der Jüngere. Wir sprechen über Alexander, den Naturforscher, den preußischen Naturforscher und nicht den Sprachwissenschaftler und Bildungsreformer. Beide, äh, genau, zur Universität sagen wir später vielleicht noch mal was, aber d-da hab ich jetzt auch nicht so viel extra mir zu aufgeschrieben. Zwischen den Brüdern gab’s jetzt kein extrem schlechtes Verhältnis. Es gab Konkurrenz, wie’s wahrscheinlich üblich ist zwischen Brüdern, aber zeitlebenszeitlebens → all one’s life, throughout life; das ganze Leben lang, äh, hatten sie eigentlich eher eine enge Beziehung. Na ja, die, äh, Erziehung der beiden, wie man sich das schon so’n bisschen vorstellen kann, wenn der Vater, äh, ein preußischer Offizier war, war strengstreng → strict, severe; mit klaren Regeln und wenig Nachsicht. Streng erziehen = mit Disziplin erziehen und, äh, viel Wert wurde aufWert auf etwas legen → to attach importance to something; etwas für wichtig halten Wissen und Disziplin gelegt. Disziplin, dazu haben wir auch mal ‘ne Podcast-Episode gemacht. Vielleicht find ich die irgendwo und, äh, blende die hier ein. Obwohl ich die natürlich nicht gemacht habe im, und hatte dabei nicht im Kopf, dass ich diese Episode hier irgendwann mal aufnehmen werde und schon gar nicht im Kontext Preußen. Na ja, es gab viele Privatlehrer, viele Sprachen, auch interessant, wir sind ja hier im Deutsch lernen Podcast, und viel Theorie. Na ja, was in dieser Zeit aber komplett vernachlässigtvernachlässigen → to neglect; sich nicht genug um etwas oder jemanden kümmern, nicht genug beachten wurde und jetzt kommen wir zu Alexander, der hat, war ja denn der Naturforscher, der besonders bekannt dafür war, dass er nach Südamerika da gereist ist. Die praktische Naturbeobachtung fehlte irgendwie. Na ja, und, äh, was eben in der, äh, Erziehung vernachlässigt wurde, das fand der junge Alexander besonders interessant. Er entwickelte, würden wir sagen, eine Ader dafüreine Ader für etwas haben → to have a knack/flair for something; eine natürliche Begabung haben. Die Ader = vein. Was das bedeutet, erklär ich auch noch mal, äh, die ihn Zeit lang, also Zeit seines Lebens oder sein ganzes Leben lang begleiten sollte. Er sammelte Steinen, Pflanzen und Insekten. Das erinnert mich so ‘n bisschen an meine Kindheit. Äh, als ich, äh, zum Teil auf ‘m Dorf aufgewachsen bin, ge-, kann ich mir heute noch anhören, wie gerne ich irgendwie Ameisenkolonien gesammelt und in, äh, Glasbehälter gepackt habe und dann mir angeschaut habe, wie die sich entwickeln oder, äh, irgendwelche Tiergebeine, Tierknochen ausgegraben habe oder gefunden habe, zum Beispiel irgend’n Unterkiefer von ‘nem Hund oder von ‘ner Katze oder irgendwie so und hab dann mein eigenes, wie hab ich das genannt, mein eigenes Museum dann gebaut. Na ja, also vielleicht steckt ja ‘n kleiner Humboldt in jedem von uns. So, äh, nannte die Familie ihn spöttischspöttisch → mockingly, derisively; sich über jemanden lustig machend, mit leichtem Spott, also so ‘n bisschen sich darüber lustig machend, äh, der kleine Apothekerder Apotheker, – → pharmacist, apothecary; jemand, der Medikamente herstellt und verkauft. Also Alexander, der kleine Apotheker. Seine Mutter, eine kühlekühl (übertragen) → cool, aloof; emotional zurückhaltend, nicht warmherzig und eher distanziertedistanziert → distant, reserved; emotional auf Abstand, nicht nah Frau, hatte für diese Leidenschaftdie Leidenschaft, -en → passion; ein sehr starkes Interesse oder Gefühl für etwas wenig Verständnis. Wir stellen uns jetzt wieder das Preußen des 18. Jahrhunderts vor. Sie wollte, dass ihre Söhne eine Karriere im Staatsdienstder Staatsdienst → civil service; Arbeit für den Staat, z.B. als Beamter machten. Keine Karriere mit Käfernder Käfer, – → beetle; ein Insekt mit harten Flügeldecken und Gesteinsprobendie Gesteinsprobe, -n → rock sample; ein kleines Stück Gestein, das man untersucht. Na ja, diese Karriere in, im Staatsdienst, das scheint irgendwie ein Trend zu sein, den ich auch aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann, dass ein, die Familie da gerne dahin, äh, sagen wir mal, nicht drängen möchte, aber zumindest das vorschlägt.
Kapitel 1: Die Wörter
Okay, so, das war jetzt das erste Kapitel. Jetzt schauen wir uns mal an, welche Wörter wir verwendet haben. Wir haben das Wort kränklich verwendet. Also der Humboldt, Alexander, war, äh, eher ein kränkliches und schwäch oder schwaches Kind. Und kränklich bedeutet also nicht gesund beziehungsweise von schwacher Gesundheit. Wenn du also ‘n Kind bist, warst oder kennst, das eher eine schwächere Konstitution hat oder gesundheitlich immer so ‘n bisschen Probleme hat, angeschlagenangeschlagen → under the weather, run-down; gesundheitlich nicht ganz fit, geschwächt ist, dann denken wir kränklich Ähm, genau, welches Wort haben wir noch verwendet? Wir haben das Landgut verwendet. Also im Prinzip ein, ein Gut, ein Grundbesitzder Grundbesitz → landed property, real estate; Land und Gebäude, die jemandem gehören, ein Haus, ein Anwesen, das ist eigentlich das Wort. Das ist meistens ein größeres, pompöseres des, äh, gutbürgerlichen, äh, Milieus zuzuordnenden, ähm, ähm, Stück Land oder Haus. Und, äh, diese Familie besaß ein Landgut, also ein Haus, das viel Land hatte, schön aussah und, äh, auch nicht so günstig war. Ähm, ein weiteres Wort: streng erzogen werden. Der, äh, liebe Alexander wurde streng erzogen. Also das bedeutet mit Disziplin. Jemanden streng erziehen bedeutet, jemanden mit Disziplin erziehen. Dann haben wir vernachlässigen und da hab ich das ja im Kontext, in welchem Kontext hab ich das verwendet? Jemanden vernachlässigen, also, äh, in seiner, in seiner, äh, in seiner Kindheit, äh, wurde das vernachlässigt, die praktische Beobachtung. Sehr viel Theorie, Sprachen lernen, Privatlehrer und so weiter. Aber rausgehen und einfach draußen rumspielen, sich die Natur angucken, Leben erfahren, war eher weniger, äh, äh, Teil des Curriculums. Und, äh, vernachlässigen bedeutet dann eben nicht ausreichend, dass das eben nicht so sehr stach, stattfand, ähm, nicht genug beachtet wurde. Und eine Ader für etwas haben. Also die Aderdie Ader, -n → vein (anatomy); die Blutgefäße im Körper. Im übertragenen Sinn: eine Begabung ist ja eigentlich die Vene, die wir hier haben. Und wenn man eine Ader für etwas hat, dann hat man so was wie ein, ein Talent für etwas, ein, eine bestimmte Begabungdie Begabung, -en → talent, gift, aptitude; eine angeborene Fähigkeit für etwas. Ja, also er hatte eine Ader für die, äh, Natur, für die Erforschung der Natur. Das war also Kapitel eins, seine Kindheit.
Kapitel 2: Die Vorbereitung
Jetzt kommen wir zu Kapitel zwei, und zwar die Vorbereitung auf, äh, ja, auf, auf das, was dann kam, was so sein, was ihn so besonders ausmachte, nämlich die Reise nach Amerika. Aber jetzt kommen wir erst mal zu Kapitel zwei, also die Vorbereitung. So, nach der Schule studierte Alexander zunächst Wirtschaft und Verwaltungdie Verwaltung, -en → administration, public administration; die Organisation von Behörden und Ämtern. Das ist eigentlich wie bei mir. Ich hab auch Wirtschaft und Verwaltung, äh, studiert als Grundstudium. Dann Bergbaukundedie Bergbaukunde → mining science; die Wissenschaft vom Abbau von Rohstoffen unter der Erde an der berühmten Bergakademie Freiberg. Und interessanterweise kenne ich die Stadt Freiberg sogar, war da sogar mal aus familiären Gründen. Also es ist spannend. Äh, er arbeitet dann, äh, arbeitete dann schließlich als, äh, Berg-, äh, Beamter, also nicht Berg-, Bergarbeiter, nicht als, äh, Kumpelder Kumpel, – → (1) miner, pitman (Bergbau-Fachwort); (2) umgangssprachlich: buddy, mate. Hier: der Bergarbeiter, nicht, äh, in einer Mine, sondern als Bergbeamterder Bergbeamte, -n → mining official; ein Beamter, der den Bergbau staatlich beaufsichtigt im Dienste des preußischen Staates. Solider Job, sicherer Job, aber na ja, sein eigentliches Ziel war ja was ganz anderes, nämlich die Welt bereisenbereisen → to travel (around); ein Land oder die Welt besuchen und erkunden. Achtung: transitiv – ein Land bereisen. Was bedeutet das Wort bereisen? Das erklären wir, glaub ich, später noch mal. Und wenn nicht, dann, äh, ich glaube, du kennst das, was das bedeutet. Die Welt bereisen, sich die Welt anschauen, an verschiedene Orte reisen und dann dort Erfahrungen sammeln. Ähm, 1796 starb dann seine Mutter. Wann ist er noch mal geboren? Er wurde geboren, ’69 wurde er geboren und dann fast 30 Jahre, ‘n bisschen weniger als 30 Jahre später starb dann seine Mutter. Das ist auch ziemlich dramatisch, ziemlich früh dann. Also und der Tod seiner Mutter veränderte denn dann sein Leben radikal. Äh, er erbteerben → to inherit; etwas nach dem Tod eines Verwandten bekommen einen großen Teil des Familienvermögensdas Vermögen → fortune, wealth, assets; das gesamte Geld und Eigentum einer Person oder Familie und, äh, das war dann genug, um den Beamtenpostender Beamtenposten, – → civil-service position; eine feste Stelle im Staatsdienst dann aufgeben zu können und sich dann vollständig auf seine Forschungsreise zu konzentrieren, sich darauf vorzubereiten, das dann auch selbst finanzieren zu können. Äh, das ist auch interessant, oder? Ähm Äh, ja, aus der Not eine Tugend gemachtRedewendung: to make a virtue of necessity; aus einer schwierigen Situation etwas Positives machen, könnte man vielleicht sagen. Ähm, zumindest hat ihm das dann eben die Freiheit gegeben, dass er dann, äh, reisen konnte. Ähm, genau, das ist natürlich … Ich, ich hätte das interessanter gefunden, wenn er aus eigenen StückenRedewendung: of one’s own accord, on one’s own; ohne fremde Hilfe oder Aufforderung sich das Geld verdient hätte und dann die Reise antrat oder vielleicht Investoren gefunden hat, äh, oder hätte, die ihn dann unterstützt haben, eben ‘n bisschen Risiko und nicht Geld geerbt von der Familie, um das dann zu nutzen, um dann die Träume zu verwirklichenverwirklichen → to realise, to make come true; einen Plan oder Traum in die Realität umsetzen. Aber wozu ist Erbe da als für so was? Und er hat das Beste oder etwas sehr Gutes daraus gemacht. Aber das es sind auch nur meine eigenen Gedanken dazu. Äh, die können auch totaler Quatsch sein. Okay, so, das war jetzt, äh, das war jetzt Kapitel zwei. Nein, wir si-, wir, wir sind noch nicht fertig mit Kapitel zwei. Äh, die Mutter starb. Er konnte sich dann seiner Forschungsreisedie Forschungsreise, -n → research expedition; eine Reise, um wissenschaftliche Daten zu sammeln widmensich etwas widmen → to devote oneself to something; seine ganze Zeit und Energie für etwas einsetzen. Die nächsten Jahre verbrachte er dann, äh, mit der Vorbereitung. Er kaufte die modernsten Gegenstände, Instrumente, die komplette Ausrüstungdie Ausrüstung → equipment, gear; alle Gegenstände, die man für eine Aktivität braucht. Also er hatte, äh, schon ‘nen Plan mit, äh, mit 30 beziehungsweise noch unter 30. Er kaufte ein Barometer, ein Thermometer, Kompasse, äh, und andere chemische Geräte. Ähm, aber natürlich war ja Südamerika, äh, Teil des, äh, spanischen, was is’n das, Königreichs oder Kolonialgebiet. Ähm, und er brauchte dazu eine Genehmigungdie Genehmigung, -en → permit, permission, approval; die offizielle Erlaubnis einer Behörde. Eine Genehmigung einholen = to obtain a permit. Von wem? Vom spanischen König. Und interessanterweise erhielt er diese Erlaubnis vom spanischen König persönlich, ähm, was ein außergewöhnlichesaußergewöhnlich → extraordinary, exceptional; nicht normal, sehr besonders Privilegdas Privileg, -ien → privilege; ein besonderes Recht, das nur wenige bekommen war. Wir schauen uns noch ‘n paar weitere Wörter gleich an. Bear with me. Äh, in Paris lernte er dann den Botanikerder Botaniker, – → botanist; ein Wissenschaftler, der Pflanzen erforscht und das ist auch interessant, äh, Aimé, wahrscheinlich hab ich’s falsch ausgesprochen, Bonpland, äh, kennen und, äh, und der wurde dann zu seinem Weggefährtender Weggefährte, -n → companion, fellow traveller; jemand, der dich auf deinem Weg begleitet. Vgl. der Lebensgefährte auf der gesamten Reise.
Kapitel 2: Die Wörter
So, welche Wörter haben wir verwendet? Wir haben das Erbe verwendet. Also etwas erben ist etwas bekommen von dem Nachlassder Nachlass, -lässe → estate, legacy; alles, was eine Person nach ihrem Tod hinterlässt der Eltern. Das hatten wir schon. Was ich noch erwähnen wollte, ist das Erbe, ist also das Vermögen, das du bekommst oder das kann ja auch was anderes sein. Aber der Erbe, die deutsche Sprache ist kompliziert, ist die Person, die männliche Person, die das Geld bekommt. Und dann die Erbindie Erbin, -nen → heiress; die weibliche Person, die etwas erbt. Maskulin: der Erbe. Das Erbe (neutrum) = das Vermögen selbst! wäre dann feminin. Also damit die deutsche Sprache noch ‘n bisschen extra kompliziert ist, haben wir hier einen Unterschied zwischen der und das Erbe. Kannst ja mal ‘nen Satz schreiben in den Chat mit den beiden Wörtern der Erbe und das Erbe. Mal sehen, ob du das richtig verstanden hast. Okay, dann haben wir eine Genehmigung einholen. Das hab ich verwendet. Genehmigung musste er sich einholen vom spanischen König oder vom spanischen Königreich. Ähm- Eine Genehmigung bekommen ist also eine Erlaubnis bekommen, ei-, die Autoritätdie Autorität → authority; die offizielle Macht oder das Recht, etwas zu bestimmen bekommen, etwas machen zu dürfen. Also du hast die Genehmigung, dort hinreisen zu dürfen. Ähm, in dem Fall die Genehmigung vom Staat. Dann die Ausrüstung ist also, ich sag’s jetzt einfach mal, das Equipment, äh, können wir auch sagen. Und der Weggefährte ist die Person, die dich begleitetbegleiten → to accompany; mit jemandem zusammen gehen oder reisen auf deinem Weg. Es gibt ja auch das Wort die Lebensgefährtin oder der Lebensgefährte, also eine Person, die dich, äh, auf deinem W…, Lebensweg begleitet. Das kann ‘ne Partnerin sein, das kann deine Ehefrau sein, äh, äh, i-im, in, in den meisten Fällen. Und Weggefährte ist dann, ist dann das, ähm, die Gefährten ist, glaub ich, auch, äh, d-die Gefährten des Ringes, ist the Fellowship of the Ring. Ah. Und die Gefährten. Na ja, äh, ich glaube, da wird das Wort Gefährte auch verwendet. Also das war jetzt Kapitel zwei, die Vorbereitung auf die Reise.
Kapitel 3: Amerika – die Expedition
So, jetzt kommen wir zum Kapitel drei, Amerika, die Expedition. Und dafür ist Humboldt besonders bekannt, berühmt. Äh, 1799 brachaufbrechen → to set off, to depart; eine Reise beginnen. Trennbar: er brach auf / sie sind aufgebrochen dann Humboldt zusammen mit eben diesem Weggefährten Bonpland, dem Franzosen, auf. Trennbares Verb, sie brachen auf. Man muss immer gucken, wo genau ist denn da das Präfix noch am Ende des Satzes? Das macht die deutsche Sprache immer noch mal extra. Interessant, sagen wir mal so. Okay, die Reise dauerte fünf Jahre und er durchquertedurchqueren → to cross, to traverse; von einer Seite zur anderen durch ein Gebiet reisen. Nicht trennbar! Venezuela, Kolumbien, Kuba, Ecuador, Peru und Mexiko. Also nicht nur Südamerika, sondern auch Mittelamerika. Und das ist interessant, dieser sehr ambitionierte Plan oder diese sehr ambitionierte Forschungsreise war komplett privat finanziert. Also sogar war die ambitionierteste privat finanzierte Reise, Forschungsreise der Geschichte. Na ja, diese Strapazendie Strapazen (Plural) → hardships, exertions; große körperliche Anstrengungen und Belastungen, ein Wort, das wir später noch erklären werden, äh, waren enorm. Sie fuhren mit dem Boot den Orinoco, also diesen Fluss durch, äh, Venezuela hinauf, hinauffahren mit dem Boot, äh, durch eben diesen dichtendicht → dense, thick; eng beieinander, kaum Platz dazwischen Dschungelder Dschungel, – → jungle; dichter tropischer Wald, dieser– wir stellen uns den Regenwald vor. Der Amazonas ist ja da auch nicht so weit, ähm, und, äh, und, und musste da eben, äh, mit dem Boot sich da durchkämpfen. Und da war vorher kaum, das heißt jetzt nicht, dass da nie ein Europäer war, aber kaum ein Europäer hatte diese Region erforschterforschen → to explore, to research; systematisch untersuchen, um Neues herauszufinden. Humboldt führte Experimente mit elektrischen Aalen, so die Überlieferungdie Überlieferung, -en → tradition, account handed down; was von Generation zu Generation weitergegeben wird, äh, durch und, äh, natürlich aus wissenschaftlichem Interesse ‘n bisschen gefährlich, ein bisschen lebensgefährlichlebensgefährlich → life-threatening, extremely dangerous; so gefährlich, dass man sterben könnte Vielleicht, äh, da ja diese elektrischen Aale, wie der Name schon sagt, elektrisch sind. Und wenn man sich mal ein, ach, wie heißt denn dieser Typ, diese TV-Serie, Fernsehserie Monster Hunter oder irgendwie dieser Typ, der immer Fische, ganz viele verschiedene Fische angelt oder fängt. Der hat auch mal sich da versucht, von Aalen, Zitteraalen, glaub ich, irgendwie angreifen zu lassen. Na ja, es gibt ‘n paar interessante Videos dazu auf YouTube, falls ihr euch angucken möchtet, wie Zitteraale aussehen und, äh, wie die wirken. Jedenfalls, ähm, äh, war das ‘n bisschen leichtsinnigleichtsinnig → reckless, careless; ohne an die Gefahren zu denken, unvorsichtig, aber eben aus rein wissenschaftlichem Interesse. Äh, der, äh, wohl berühmteste Moment, den so viele Leute assoziieren mit Alexander von Humboldt, ist die Besteigungdie Besteigung, -en → ascent, climbing; das Hinaufsteigen auf einen Berg des, und ich sprech’s mit Sicherheit falsch aus, Chimborazo oder Raso, äh, also ein Berg in Ecuador. Das war 1802 und, äh, damals galt dieser Berg, dieser Vulkander Vulkan, -e → volcano; ein Berg, aus dem Lava und Asche austreten können als der höchste der Welt. Das lag nicht daran, dass der damals der höchste Berg der Welt war, sondern natürlich, weil die Leute damals noch nicht wussten, dass es den Mount Everest gibt und noch andere Berge, die wahrscheinlich auch höher waren als dieser Berg. Das war natürlich ein Irrtumder Irrtum, -tümer → error, mistake; ein falscher Gedanke oder eine falsche Annahme. „Das war ein Irrtum.“. Wir erklären das Wort Irrtum kurz. Äh, ein Irrtum ist ein Fehler. Ein, das war ein Irrtum. Das war ein Fehler, den ich gemacht habe oder ein falscher Gedanke. Entschuldige bitte, das war ein Irrtum. Ähm Äh, aber Humboldt und seine Begleiter erreichten diese, diese, diese, diesen Berg. Ob der jetzt der höchste der Welt war oder nicht zu dieser Zeit, äh, der Berg war über 5.800 Meter hoch ohne moderne Ausrüstung, also auch ohne Sauerstoffflaschendie Sauerstoffflasche, -n → oxygen cylinder; Behälter mit Sauerstoff zum Atmen in großer Höhe. Das heißt, das war ‘n echter Höhenrekordder Höhenrekord, -e → altitude record; die größte Höhe, die jemand je erreicht hat zur damaligen Zeit und natürlich hatten die dann auch alle möglichen Probleme dazu. Sie litten unter Atemnotdie Atemnot → shortness of breath, dyspnoea; man kann nicht richtig atmen, bekommt zu wenig Luft, Nasenblutendas Nasenbluten → nosebleed; Blut kommt aus der Nase und Schwindelder Schwindel → dizziness, vertigo; alles dreht sich, man fühlt sich unsicher auf den Beinen. Heute wissen wir, das wäre eine Höhenkrankheitdie Höhenkrankheit → altitude sickness; Symptome durch Sauerstoffmangel in großer Höhe. Auch ein Familienmitglied von mir war mal auf dem Basislager vom Mount Everest und kann deshalb so ‘n bisschen auch, hab da ‘n bisschen, ähm, ‘n bisschen nicht Erfahrung, das hab ich ja nicht, aber zumindest so Geschichten gehört, wie das denn ist, wenn man in so einer Höhe sich befindet und welche Probleme denn da aufkommen, besonders eben ohne moderne Ausrüstung. Na ja, das war auch damals noch ‘n völlig unbekanntes Phänomen. Also wir sprechen jetzt nicht darüber, dass die Leute ja schon wussten, wieso die Welt funktioniert und wie die Natur funktioniert, sondern die wurde ja zu dieser Zeit gerade erst mal entdeckt. Na ja, und, äh, aber genau in diesem Moment erschöpfterschöpft → exhausted; völlig müde, ohne jede Kraft und fast ohnmächtigohnmächtig → unconscious, about to faint; man verliert das Bewusstsein, ähm, an einem eisigeneisig → icy, freezing; extrem kalt, mit Eis bedeckt Berghangder Berghang, -hänge → mountainside, slope; die schräge Seite eines Berges, wir stellen uns das jetzt so ‘n bisschen vor, hatte Um, äh, Humboldt eine seiner wissen, wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissedie Erkenntnis, -se → insight, realisation, finding; ein Aha-Moment; neues Wissen, das man gewinnt. Das Wort Erkenntnisse erklären wir noch. Dass Klimazonendie Klimazone, -n → climate zone; ein Gebiet der Erde mit einem bestimmten Klima und Vegetationdie Vegetation → vegetation; die gesamte Pflanzenwelt eines Gebietes weltweit einem erkennbaren universellem Musterdas Muster, – → pattern; eine regelmäßige Struktur, die sich wiederholt folgen Sie folgen einem erkennbaren universellen Muster. Und je höher man steigt, desto ähnlicher wird nämlich die Vegetation im Vergleich zur Polarregion. Aus heutiger Sicht ist das natürlich komplett eindeutig oder klar, aber aus damaliger Sicht nicht. Er verbrachte die Reise auch damit, systematisch Flüsse, Berge und Küstendie Küste, -n → coast; wo das Land auf das Meer trifft zu vermessenvermessen → to survey, to measure; systematisch Entfernungen und Höhen messen. Nicht trennbar!, also auszumessen, eine Messung durchzuführen. Also mit einem Gerät, den die, die Abstände und die Distanzen vermessen und die Höhen, Tiefen und so weiter. Mit einer Genauigkeitdie Genauigkeit → precision, accuracy; wie exakt etwas gemessen oder gemacht wird. Synonym: die Präzision, die zur damaligen Zeit außergewöhnlich war. Die Genauigkeit würde man wahrscheinlich übersetzen mit die, nicht übersetzen, aber ein anderes Wort wäre die Präzision.
Kapitel 3: Die Wörter
Ich hatte vorhin das Wort die Strapazen erwähnt. Die Strapazen ist ‘n deutsches Wort für Anstrengungendie Anstrengung, -en → effort, exertion; wenn etwas viel Kraft und Energie kostet, Bemühungendie Bemühung, -en → effort, endeavour; der Versuch, etwas zu erreichen, Mühsaldie Mühsal → toil, hardship; große, lang andauernde Anstrengung (gehoben, etwas altmodisch), Belastung. So in die Richtung, ja. Strapazen, also diese Strapazen der Reise, die Strapazen, die Anstrengungen der Reise. Lebensgefährlich, also es ist gefährlich für dein Leben. Das hatte ich auch erwähnt, das Wort im Zusammenhang mit den Ahlen, äh, und der, äh, Höhenrekord, das ist, glaub ich, klar. Und dann gibt’s die Höhenkrankheit, also diese Krankheit, die man bekommt oder diese Symptome, die man bekommt, wenn man sich zu lange in einer höheren Schicht, äh, aufhält. Genau. Atemnot, das ist auch noch ‘n Wort, das wichtig ist. Also wenn du zum Beispiel zum Arzt gehst und hast Atemnot, dann, gut, ich bin jetzt kei…, logischerweise kein Doktor, äh, aber Atemnot, kurz, a…, also Probleme mit dem Atmen. Ja, du kannst nicht so gut atmen, wie du eigentlich atmen möchtest. Das war jetzt, glaub ich, ‘ne ziemlich simple Erklärung, aber ich glaub, du weißt, was ich meine. Und dann gibt’s noch das Wort, die Erkenntnis, die er da bekommen hat am eisigen Hang des Chimborazo. Komplett völlig falsch ausgesprochen wahrscheinlich. Die Erkenntnis, die Realisationdie Realisation → realisation; hier gemeint als der Moment des Verstehens. Besser auf Deutsch: die Erkenntnis, sagen wir das so? Auf Englisch the realization, ja. Also ein eine Erkenntnis gewinnen, einen Aha-Moment haben.
Outro
So und damit sind wir am Ende von Teil eins über Alexander von Humboldt. Ich hab nämlich im Editierprozess festgestelltfeststellen → to notice, to determine, to establish; etwas bemerken oder herausfinden, dass, äh, die gesamte Episode fast 60 Minuten lang ist und ich glaube, das ist ‘n bisschen zu lang für euch. Besonders da ihr ja erst noch Deutsch lernt beziehungsweise das verbessern wollt, sind, glaub ich, 60 Minuten Konzentration auf das, was ich hier sage, vielleicht ‘n bisschen zu viel. Natürlich könnt ihr das Video pausieren und auch immer noch später weitermachen, aber ich glaube, ich nutze die Gelegenheitdie Gelegenheit, -en → opportunity, occasion; ein günstiger Moment, um etwas zu tun, um in der Bonus-Episode in der Mitgliedschaft, äh, Wörter zu erklären, die ich hier jetzt noch nicht erklärt habe in der Hauptepisode, damit das für euch hoffentlich ‘n bisschen besser verständlich ist, was ich denn hier so gesagt habe in dieser Episode. Natürlich gibt’s auch wieder Übungen, natürlich gibt’s auch wieder die Vokabelliste, damit du, äh, das auch vielleicht noch mal geordnetordnen → to organise, to arrange; in eine sinnvolle Reihenfolge bringen und sortiert dir alles ankau– anschauen kannst. Das alles gibt’s in der Mitgliedschaft. Du kannst diese Mitgliedschaft ausprobieren für einen Euro für einen ganzen Monat und danach gibt es dann den regulären Preis. In der nächsten Episode wird es dann wahrscheinlich eine Episode geben, die nichts mit Humboldt zu tun hat, aber in zwei Wochen gibt es dann den Teil zwei und das ist dann auch der finale Teil zu Alexander von Humboldt. Vielen herzlichen Dank. Tschüss und bis zum nächsten Mal.
Tippe auf eine Karte, um die Erklärung aufzudecken.
📅 Zeitleiste – Alexander von Humboldt (Teil 1)
| Jahr | Ereignis | Schlüsselwort |
|---|---|---|
| 1769 | Am 14. September in Berlin geboren – in eine wohlhabende, adlige Familie | adlig, wohlhabend |
| 1770er | Kindheit auf Schloss Tegel; gilt als kränklich, sammelt Steine und Insekten | kränklich, das Landgut |
| 1780er | Strenge Erziehung mit Privatlehrern – die Naturbeobachtung wird vernachlässigt | vernachlässigen, eine Ader |
| 1790er | Studium: Wirtschaft, Verwaltung, dann Bergbaukunde in Freiberg | die Bergbaukunde |
| 1792 | Arbeit als Bergbeamter im Dienste des preußischen Staates | der Bergbeamte |
| 1796 | Tod der Mutter – er erbt und gibt den Beamtenposten auf | das Erbe, der Erbe |
| 1797–99 | Vorbereitung: Ausrüstung, Genehmigung des spanischen Königs, Bonpland | die Genehmigung, der Weggefährte |
| 1799 | Aufbruch nach Amerika – komplett privat finanziert | aufbrechen |
| 1800 | Bootsfahrt den Orinoco hinauf; Experimente mit Zitteraalen | die Strapazen, lebensgefährlich |
| 1802 | Besteigung des Chimborazo – Höhenrekord und die große Erkenntnis | die Erkenntnis, die Höhenkrankheit |
| 1804 | Rückkehr nach Europa nach fünf Jahren … Teil 2 folgt! | 📜 |
B2
kränklich
sickly; of frail health – Nicht dasselbe wie „krank“: kränklich ist ein Dauerzustand, eine schwache Konstitution.
„Als Kind galt Alexander eher als kränklich und schwach.“
antippen
C1
das Landgut, -güter
country estate; manor – Großer ländlicher Grundbesitz mit Herrenhaus. Verwandt: das Anwesen, der Grundbesitz.
„Die Familie besaß ein Landgut am Rande von Berlin.“
antippen
C1
das Anwesen, –
estate; property – Ein großes Grundstück mit Haus und viel Land drumherum.
„Da hatte diese Familie Humboldt ein Anwesen.“
antippen
B1
streng erziehen
to raise strictly – Mit Disziplin und klaren Regeln erziehen. Passiv: streng erzogen werden.
„Der liebe Alexander wurde streng erzogen.“
antippen
B2
vernachlässigen
to neglect – Sich nicht genug um etwas oder jemanden kümmern; nicht genug beachten.
„Die praktische Naturbeobachtung wurde komplett vernachlässigt.“
antippen
C1
eine Ader für etwas haben
to have a knack / a flair for something – Eine natürliche Begabung haben. Die Ader = vein (Anatomie).
„Er hatte eine Ader für die Erforschung der Natur.“
antippen
B2
das Erbe (neutrum)
inheritance; legacy – Das Vermögen, das man nach dem Tod eines Verwandten bekommt. Achtung: der Erbe = die Person!
„Aber wozu ist das Erbe da als für so was?“
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B2
der Erbe, -n / die Erbin, -nen
heir / heiress – Die Person, die erbt. Der Unterschied zu das Erbe (die Sache) ist eine klassische Falle.
„Der Erbe bekommt das Erbe – zwei verschiedene Wörter!“
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C1
der Nachlass, -lässe
estate; legacy – Alles, was eine Person nach ihrem Tod hinterlässt.
„Etwas erben ist etwas bekommen von dem Nachlass der Eltern.“
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B2
eine Genehmigung einholen
to obtain a permit / permission – Die offizielle Erlaubnis einer Behörde besorgen.
„Die Genehmigung musste er sich einholen vom spanischen König.“
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B2
die Ausrüstung
equipment; gear – Alle Gegenstände, die man für eine Aktivität braucht. Meist im Singular.
„Er kaufte die modernsten Instrumente, die komplette Ausrüstung.“
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C1
der Weggefährte, -n
companion; fellow traveller – Jemand, der dich auf deinem Weg begleitet. Vgl. der Lebensgefährte.
„Bonpland wurde sein Weggefährte auf der gesamten Reise.“
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C1
die Strapazen (Pl.)
hardships; exertions – Große körperliche Anstrengungen. Fast immer im Plural.
„Die Strapazen der Reise waren enorm.“
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B2
lebensgefährlich
life-threatening; extremely dangerous – So gefährlich, dass man dabei sterben könnte.
„Experimente mit elektrischen Aalen – ein bisschen lebensgefährlich.“
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B2
der Irrtum, -tümer
error; mistake – Ein falscher Gedanke oder eine falsche Annahme.
„Entschuldige bitte, das war ein Irrtum.“
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C1
der Höhenrekord, -e
altitude record – Die größte Höhe, die jemand je erreicht hat.
„Das war ein echter Höhenrekord zur damaligen Zeit.“
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C1
die Höhenkrankheit
altitude sickness – Symptome durch Sauerstoffmangel in großer Höhe.
„Heute wissen wir, das wäre eine Höhenkrankheit.“
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C1
die Atemnot
shortness of breath – Man kann nicht richtig atmen, bekommt zu wenig Luft.
„Sie litten unter Atemnot, Nasenbluten und Schwindel.“
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C1
die Erkenntnis, -se
insight; realisation; finding – Ein Aha-Moment; neues Wissen, das man gewinnt. Eine Erkenntnis gewinnen.
„Humboldt hatte eine seiner wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse.“
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C1
vermessen
to survey; to measure – Systematisch Entfernungen und Höhen messen. Nicht trennbar!
„Er verbrachte die Reise damit, Flüsse und Küsten zu vermessen.“
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B2
die Genauigkeit
precision; accuracy – Wie exakt etwas gemessen wird. Synonym: die Präzision.
„Mit einer Genauigkeit, die zur damaligen Zeit außergewöhnlich war.“
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C1
auf eigene Faust
on one’s own initiative; single-handedly – Redewendung: ohne fremde Hilfe, eigenverantwortlich.
„Er durchquerte Südamerika fast auf eigene Faust.“
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C1
aus der Not eine Tugend machen
to make a virtue of necessity – Redewendung: aus einer schwierigen Situation etwas Positives machen.
„Er hat aus der Not eine Tugend gemacht.“
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C1
etwas im Hinterkopf behalten
to keep something in mind – Redewendung: sich etwas für später merken.
„Wir behalten das im Hinterkopf.“
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B2
adlig / die Herkunft
noble, aristocratic / origin, background – Das „von“ im Namen zeigt oft adlige Herkunft an.
„Er wurde in eine wohlhabende, adlige Familie geboren.“
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B2
aufbrechen
to set off; to depart – Eine Reise beginnen. Trennbar: er brach auf / sie sind aufgebrochen.
„1799 brach Humboldt zusammen mit Bonpland auf.“
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C1
durchqueren
to cross; to traverse – Von einer Seite zur anderen durch ein Gebiet reisen. Nicht trennbar!
„Er durchquerte Venezuela, Kolumbien, Kuba, Ecuador, Peru und Mexiko.“
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C1
leichtsinnig
reckless; careless – Ohne an die Gefahren zu denken, unvorsichtig.
„Das war ein bisschen leichtsinnig, aber aus wissenschaftlichem Interesse.“
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C1
ohnmächtig / erschöpft
unconscious, about to faint / exhausted – Ohnmächtig = man verliert das Bewusstsein. Erschöpft = völlig ohne Kraft.
„Erschöpft und fast ohnmächtig an einem eisigen Berghang.“
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C1
spöttisch
mockingly; derisively – Sich über jemanden lustig machend, mit leichtem Spott.
„So nannte die Familie ihn spöttisch der kleine Apotheker.“
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① Satzpuzzle
Richtige Reihenfolge
Klicke die Wörter in der richtigen Reihenfolge an. Klicke ein platziertes Wort nochmal, um es zurückzulegen.
② Multiple Choice
Bedeutungen verstehen
Wähle die richtige Antwort.
③ Memory
Vokabel-Memory
Finde die passenden Paare: deutsches Verb und englische Bedeutung. Klicke zwei Karten um, die du für ein Paar hältst.
④ Lückentext
Fehlende Wörter
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🎬 Bonusvideo
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In der Bonus-Episode erkläre ich die Wörter, die in der Hauptepisode nicht erklärt wurden – also alles, was ich unterwegs einfach so gesagt habe. Hier findest du sie als Referenztabelle.
📚 Bonus-Wortschatz – nicht in der Hauptepisode erklärt
| Wort | Niveau | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|---|
| der Meeresstrom, -ströme | C1 | ocean current | „Der Humboldtstrom vor Peru ist nach ihm benannt.“ |
| der Kammerherr, -en | C1 | chamberlain (court office) | „Sein Vater war später Kammerherr am preußischen Hof.“ |
| die Hugenotten (Pl.) | C1 | Huguenots – French Protestant refugees | „Seine Mutter stammte aus einer reichen Hugenottenfamilie.“ |
| der Grundbesitz | C1 | landed property, real estate | „Ein Landgut ist ein großer Grundbesitz.“ |
| die Gesteinsprobe, -n | C1 | rock sample | „Keine Karriere mit Käfern und Gesteinsproben.“ |
| der Kumpel, – | C1 | miner (Bergbau) – also colloquial: buddy | „Nicht als Kumpel in einer Mine, sondern als Bergbeamter.“ |
| das Privileg, -ien | C1 | privilege | „Was ein außergewöhnliches Privileg war.“ |
| die Überlieferung, -en | C1 | tradition, account handed down | „Experimente mit elektrischen Aalen, so die Überlieferung.“ |
| die Sauerstoffflasche, -n | C1 | oxygen cylinder | „Über 5.800 Meter hoch – ohne Sauerstoffflaschen.“ |
| der Berghang, -hänge | B2 | mountainside, slope | „Erschöpft an einem eisigen Berghang.“ |
| die Klimazone, -n | B2 | climate zone | „Klimazonen und Vegetation folgen einem Muster.“ |
| das Muster, – | B2 | pattern | „Einem erkennbaren universellen Muster folgen.“ |
| die Mühsal | C1 | toil, hardship (elevated) | „Strapazen: Anstrengungen, Bemühungen, Mühsal.“ |
| zeitlebens | C1 | all one’s life | „Zeitlebens hatten sie eine enge Beziehung.“ |
| die Gelegenheit, -en | B2 | opportunity, occasion | „Ich nutze die Gelegenheit für die Bonus-Episode.“ |
📚 Sprach-Tipp: der Erbe, das Erbe – und drei weitere Fallen
| Wortpaar | Unterschied | Beispiel |
|---|---|---|
| der Erbe vs. das Erbe | Der Erbe = die Person (heir). Das Erbe = das Vermögen (inheritance). Feminin: die Erbin. | „Der Erbe bekommt das Erbe.“ |
| durchqueren vs. aufbrechen | durchqueren ist nicht trennbar (er durchquerte). aufbrechen ist trennbar (er brach auf). | „Er brach auf und durchquerte Venezuela.“ |
| kränklich vs. krank | krank = jetzt akut erkrankt. kränklich = dauerhaft von schwacher Gesundheit. | „Er war kein krankes, aber ein kränkliches Kind.“ |
| vermessen (Verb) vs. vermessen (Adj.) | Verb: to survey, nicht trennbar. Adjektiv: presumptuous, arrogant. | „Er vermaß die Küsten.“ / „Ein vermessener Plan.“ |
📜 Teil 2 folgt in zwei Wochen
In der finalen Episode zu Alexander von Humboldt geht es weiter: die Rückkehr nach Europa, das Werk Kosmos, die Berliner Universität und sein Vermächtnis. Die nächste Episode hat aber erst mal ein ganz anderes Thema.

