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Episode 276 | Caspar David Friedrich (Teil1): Warum dieses Bild überall ist | B2/C1

Episode 276
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Episode 276 · B1–C1

Caspar David Friedrich – Teil 1

📚 Grammatik & Wortschatz
⌛ ca. 26 Minuten

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B1
B2
C1
Einleitung

Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode hier bei Expertly German. Mein Name ist Tom und heute schauen wir uns die Biografiedie Biografie, -n → biography; die Lebensgeschichte einer Person von Caspar David Friedrich an. Du hast vielleicht schon mal dieses Bild gesehen, der Wandererder Wanderer, – → wanderer, hiker; jemand, der zu Fuß durch die Natur geht über dem Nebelmeerdas Nebelmeer → sea of fog; poetisch: eine Nebeldecke, die aussieht wie ein Meer und wir schauen uns heute die Biografie von eben diesem Caspar David Friedrich genauer an und dabei versuchen wir Deutsch zu lernen.

Ich versuch dann immer so ‘n paar Wörter zu erklären, äh, die ich verwende, die ich dann einfach so sage, die ich mir auch vorher aufgeschrieben hab und, äh, dadurch versuchen wir, neue Wörter zu lernen, die du vielleicht vorher noch nicht kanntest und die auch ganz nützlichnützlich → useful; etwas hilft dir wirklich weiter sein können, einfach für den Alltagder Alltag → everyday life; das normale tägliche Leben. Kein Plural. Manche mehr, manche weniger. Ich guck hier zum Beispiel gerade Seifensiederder Seifensieder, – → soap boiler; alter Handwerksberuf. sieden heißt kochen lassen ist vielleicht ein Wort, das eher weniger relevant ist, aber dann gibt’s andere Wörter wie Schlittschuhlaufendas Schlittschuhlaufen → ice skating; auf Kufen über das Eis gleiten.

Das ist dann schon besonders im Winter nützlich. Ich würd sagen, wir fangen an.

Kapitel 1: Herkunft und Kindheit

Caspar David Friedrich wurde am 5. September 1774 in Greifswald geboren. Wo liegt Greifswald? Wenn du dir die Deutschlandkarte anschaust, ganz oben rechts, da in der Ecke.

Und, äh, zur damaligendamalig → then, of that time; nur vor dem Nomen: der damalige König Zeit war das ein Teil von Schweden. Das ist auch interessant.

Sollte man im Hi-im Hinterkopf behaltenetwas im Hinterkopf behalten → to bear in mind; sich etwas merken, ohne ständig daran zu denken. Die Zeiten waren damals anders. Ähm, sein Vater war eben jener Seifensieder und Kerzenmacherder Kerzenmacher, – → candle maker; stellt Kerzen aus Wachs her. Also er hat Seife hergestellt und Kerzen hergestellt.

Kerzen ist das, was aus Wachsdas Wachs → wax; weiches Material, das bei Wärme schmilzt ist, Bienenwachsdas Bienenwachs → beeswax; Wachs, das Bienen herstellen zum Beispiel, und das zündest du ananzünden → to light; Feuer machen. Trennbar: ich zünde an, ich habe angezündet mit einem Feuerzeugdas Feuerzeug, -e → lighter; kleines Gerät, mit dem man Feuer macht. Wahrscheinlich zur damaligen Zeit hatten die noch kein Feuerzeug, aber du weißt, was ich meine. Und eine Seife ist das, was du verwendest, damit du dann deine Hände sauber machen kannst beim Händewaschen. Na ja, äh, soap maker, candle maker.

Ich sag’s jetzt einfach noch mal kurz auf Englisch, damit das klipp und klarklipp und klar → crystal clear; feste Wendung: völlig eindeutig, ohne Missverständnis ist. So, das war ‘n solidersolide → solid, sound; stabil und zuverlässig. Hier in der gesprochenen Form solider Handwerksbetriebder Handwerksbetrieb, -e → craft business; kleiner Betrieb, in dem mit den Händen gearbeitet wird und sein Vater war strengstreng → strict; wenig Nachsicht, klare Regeln protestantischprotestantisch → Protestant; zur evangelischen Konfession gehörend.

Das scheint ja irgendwie sich, also das scheint ja hier irgendwie ‘n wiederkehrenderwiederkehrend → recurring; etwas kommt immer wieder vor Aspektder Aspekt, -e → aspect; ein bestimmter Gesichtspunkt einer Sache zu sein, dass sie irgendwie immer streng sind und immer protestantisch. Liegt logischerweise an der Re-äh, Region und auch an der Religion. Okay, er hatte zehn Kinder und eins davon war eben Caspar David Friedrich.

Und, ähm, dann sind wir– ich wollte eigentlich nicht so wirklich mit was Negativem anfangen, aber weil’s nun mal die Biografie ist von ihm, müssen wir da anfangen. Caspar David Friedrich hat drei, äh, Schicksalsschlägeder Schicksalsschlag, -schläge → stroke of fate; ein schweres Unglück, das einen unvorbereitet trifft, die fast eigentlich als, wie als einer zu zählen sind, äh, erlebt, mitgemacht. Und haben ihn erschütterterschüttern → to shake, to shatter; jemanden seelisch tief treffen. Ähm, 1781 ist seine Mutter gestorben und dann zehn Jahre später, 1791 dann seine Schwester an Typhusder Typhus → typhoid fever; schwere Infektionskrankheit. Kein Plural.

Und, äh, dann noch dramatischer, äh, 1787 brach dann der, äh, damals 13-jährige Caspar David Friedrich beim Schlittschuhlaufen ins Eis einins Eis einbrechen → to fall through the ice; das Eis hält nicht und man fällt ins Wasser, einbrechen ins Eis. Und sein Bruder hat ihn versucht, hat versucht, ihn rauszuholen und hat das auch geschafft, aber dabei ist dann sein Bruder ertrunkenertrinken → to drown; im Wasser sterben. Perfekt mit sein: er ist ertrunken. Und das war ein Schicksalsschlag für Caspar David Friedrich, denn er musste dann mit diesem Gefühl, mit diesem Gewissendas Gewissen → conscience; das innere Gefühl für richtig und falsch. Kein Plural weiterleben, dass sein Leben nur dadurch sein kann, weil sein Bruder ihn versucht hat zu retten und bei diesem Rettungsversuchder Rettungsversuch, -e → rescue attempt; der Versuch, jemanden zu retten ist er gestorben. Mit diesem, mit diesem, mit diesem Gedanken musste er sich dann also sein ganzes Leben lang beschäftigen, denk ich mal.

Und das kann man dann auch in seinen Bildern, in seinen Werkendas Werk, -e → work; ein Kunstwerk, oder das Gesamtwerk eines Künstlers sehen. Da gibt’s zum Beispiel das Eismeer, wo man eben diese, ja, was ist denn das, dieses aufgebrochene Eis, diese Eisschollendie Eisscholle, -n → ice floe; ein Stück Eis, das auf dem Wasser schwimmt sehen kann und das Schiff und, ja, ich sag mal, so richtig fröhlich sieht das Bild jetzt nicht aus. Das ist aber sehr interessant, weil es eben diese goldenen Regeln befolgt und so weiter.

Heißen die goldene Regel? Ihr wisst, was ich meine. Und man erkennt also ein Muster, vielleicht auch so ‘n düsteresdüster → gloomy, sombre; dunkel und bedrückend, auch übertragen Musterdas Muster, – → pattern; etwas, das sich regelmäßig wiederholt, so ‘n Muster vielleicht der Hoffnungslosigkeitdie Hoffnungslosigkeit → hopelessness; der Zustand, keine Hoffnung mehr zu haben, wenn man sich dieses Bild, äh, der Mönch am Meer anschaut. Ja, äh, dann wisst ihr, wovon ich spreche.

Ich versuch, die Bilder hier auch immer mal einzublendeneinblenden → to fade in, to show on screen; etwas ins Bild einfügen. Trennbar, äh, wenn ich von den Bildern spreche. Na ja, jedenfalls war das ein ziemlich sch-herberherb → harsh, bitter; hart und schmerzhaft. ein herber Verlust Schicksalsschlag oder drei.

Ähm, aber vielleicht war das auch die Quelledie Quelle, -n → source; der Ursprung von etwas. Wörtlich: wo Wasser aus der Erde kommt, könnte man sagen, für seine, ja, für seinen Ehrgeizder Ehrgeiz → ambition; der starke Wille, etwas zu erreichen. Kein Plural, für sein Für sein Streben nach irgendwie, äh, dass dieses, diese Gefühle irgendwie rauszulassen durch Kunst. Kann ja sein. Na ja, jedenfalls die Kunsthistoriker, Kunsthistorikerder Kunsthistoriker, – → art historian; Wissenschaftler, der die Geschichte der Kunst erforscht sind sich hier nicht ganz einigsich einig sein → to agree; dieselbe Meinung haben. Sie sind sich nicht einig = sie streiten und sind da ‘n bisschen vorsichtig. Das ist jetzt, sind jetzt meine Gedanken dazu.

Kapitel 1: Die Wörter

Okay, was wollte ich noch erklären, bevor wir zum nächsten Kapitel übergehenübergehen zu → to move on to; von einem Thema zum nächsten wechseln? Die Eisscholle ist also eine kleine Insel aus Eis, aber so eine Miniinsel. Auf Englisch würde man sagen, glaube ich, Ice Flow Also ein, ja man, ich stell mir jetzt gerade eine Robbedie Robbe, -n → seal; Meeressäugetier, das auf Eis und Felsen liegt vor oder Pinguine vor, die da irgendwie auf so ‘ner Eisscholle sind und versuchen, sich irgendwie zu sonnen oder vorm Killerwalder Killerwal, -e → killer whale, orca; auch der Schwertwal zu retten. Na ja, das ist die Eisscholle.

Äh, Schlittschuhlaufen, also der Schlittender Schlitten, – → sledge, sleigh; fährt auf Kufen über Schnee, das hatten wir irgendwann mal, der Schlitten, da wo Santa Claus, da wo der Weihnachtsmannder Weihnachtsmann → Father Christmas, Santa Claus; bringt an Weihnachten die Geschenke draufsitzt. Okay und Schuh, ah, dann ist also der Schlittschuh dann Ice Skating, also dieser, dieser, diese, diese Schuhe, mit denen man aufs Eis kann, um dann beispielsweise Eishockey zu spielen oder einfach nur Schlittschuh laufen gehen. Na ja, ähm, das sind noch ‘n paar Wörter, die ich erklären wollte. Die anderen haben wir, glaube ich.

Kapitel 2: Kopenhagen und Dresden

So, dann machen wir weiter. Ähm, Kapitel zwei, Kopenhagen und Dresden. Äh, 1794 ging er dann nach Kopenhagen an die Kunstakademiedie Kunstakademie, -n → academy of fine arts; Hochschule für bildende Kunst und das, diese galt damals als eine der besten, äh, Ausbildungsstättendie Ausbildungsstätte, -n → training institution; Ort, an dem man einen Beruf lernt Nordeuropas. Das ist eigentlich auch interessant.

Nordeuropa, du hast ja wahrscheinlich damals irgendwie diese ganzen Kunstakademien in Italien wahrscheinlich gehabt und in Frank, Südfrankreich und, äh, und, und, und so und Spanien und so weiter. Die hatten wahrscheinlich noch mal ‘n ganz anderes Kaliberein anderes Kaliber → a different league; umgangssprachlich: eine ganz andere Größenordnung, kann ich mir vorstellen, aber ich bin da, hab da keine Ahnung oder zumindest sehr wenig Ahnung. Ähm, genau, da hat er also vier Jahre lang gelernt und hat so dieses Handwerkdas Handwerk → craft, trade; die praktischen Fähigkeiten eines Berufs erlernterlernen → to learn (a skill); systematisch und über längere Zeit lernen. Dann vier Jahre später, 1798, ist er dann nach Dresden gegangen und hat sich dort niedergelassensich niederlassen → to settle down; dauerhaft an einem Ort wohnen. Trennbar und reflexiv und blieb dort für den Rest seines Lebens.

Das ist interessant. Dresden galtgelten als → to be considered; als etwas angesehen werden. er gilt als klug damals so als Mekkaein Mekka für → a mecca for; übertragen: der wichtigste Ort für eine Gruppe für Philosophender Philosoph, -en → philosopher; denkt über die großen Fragen des Lebens nach, für Künstler, für Maler, für Dichterder Dichter, – → poet; schreibt Gedichte oder Literatur, für Denkerder Denker, – → thinker; jemand, der neue Gedanken entwickelt und so weiter und deshalb war das für ihn ‘ne, ‘ne, ‘ne sagen wir mal, ‘ne sinnvolle Entscheidung, nach Dresden zu gehen und sich dort niederzulassen. Und da hat er dann auch sein ganzes Leben lang gelebt und da ist er, glaub ich, auch gestorben, wenn ich mich richtig erinnere, aber da kommen wir ja dann ganz am Ende noch zu. So, er galt, äh, eher, also er galt eher als ein Mensch, der jetzt nicht so super geselliggesellig → sociable; jemand, der gern unter Menschen ist war.

Das Wort gesellig kennen wir ja schon von der Schopenhauer-Episode, wo die Mutter von Schopenhauer, Arthur Schopenhauer, also dann die Mutter, hab schon wieder vergessen, wie die hieß, ähm, die war eine gesellige Dame. Aber eben jener Friedrich Caspar David eben nicht.

Seine Zeitgenossender Zeitgenosse, -n → contemporary; jemand, der zur selben Zeit lebt beschrieben ihn eher als still, ernst und unnahbarunnahbar → unapproachable, aloof; man kommt emotional schwer an die Person heran Das ist interessant. Wir, die drei Wörter werd ich nachher noch erklären. Er ging stundenlang spazieren, machte Skizzendie Skizze, -n → sketch; eine schnelle, einfache Zeichnung als Vorarbeit und, äh, versuchte eben sein, sein Talent auszubauen.

Er malte dann in einem Atelierdas Atelier, -s → studio; der Arbeitsraum eines Künstlers. Französisch ausgesprochen aus dem Gedächtnisaus dem Gedächtnis → from memory; ohne Vorlage, nur aus der Erinnerung und das ist übrigens ‘nen super interessanter Punkt. Und hier werd ich wahrscheinlich noch mal dieses Bild vom, äh, Wanderer über dem Nebelmeer einblenden. Diese einzelnen, äh, Strukturen, die man in diesem Bild sieht, si…, gibt es wirklich, aber diesen Blick gibt es nicht.

Er hat also verschiedene Dinge, die er gesehen hat, einfach zusammengesetztzusammensetzen → to assemble, to piece together; aus Einzelteilen ein Ganzes machen in einem Gemäldedas Gemälde, – → painting; ein gemaltes Kunstwerk und so quasi seine eigene Welt erschaffenerschaffen → to create; etwas ganz Neues hervorbringen. Unregelmäßig: erschuf, erschaffen. Und das ist interessant. Das war für damalige Zeiten eher ungewöhnlich, das so zu machen.

Er hat also verschiedene Elemente genommen von echten Bergen, von echten Sch…, Felsender Felsen, – → rock, cliff; großer Stein in der Landschaft und Strukturendie Struktur, -en → structure; der innere Aufbau von etwas und so weiter, ähm, die es wirklich gab oder vielleicht auch immer noch gibt, aber eben nicht so mit diesem Blick. Na ja, und, ähm, er, also seine Landschaften sind also nie exakte Abbildungdie Abbildung, -en → depiction, reproduction; die genaue Wiedergabe von etwas von wirklich realen Orten.

Ähm, seine ersten Jahre bestrittetwas bestreiten → to make a living from; hier: seinen Lebensunterhalt damit verdienen er vor allem mit Zeichnungendie Zeichnung, -en → drawing; mit Stift oder Feder gemacht, nicht gemalt in Sepia. Mit Ölmalereiendie Ölmalerei, -en → oil painting; Malerei mit Farben auf Ölbasis fing er erst um 1807 richtig an.

Und hier Sepia ist richtig interessant. Ich hab das dann auch auf YouTube dann mir angeschaut.

Was ist denn eigentlich Sepia, Sepia-Tinte? Sepia-Tintedie Tinte, -n → ink; die Flüssigkeit zum Schreiben und Malen ist die Tinte von einem Tintenfischder Tintenfisch, -e → squid, cuttlefish; Meerestier, das Tinte abgibt, wenn ich das richtig verstanden hab. Und das ist ja nicht so leicht, weil diese Tinte vom Tintenfisch fängt schnell an zu schimmelnschimmeln → to go mouldy; sich mit Pilz bedecken, wenn etwas zu feucht liegt. Das ist blöd, wenn man malen will und da hat man dann so ‘ne kleine, so’n kleines Gefäßdas Gefäß, -e → vessel, container; etwas, in das man Flüssigkeit füllt, da hat man dann seine Tinte drin und mit dieser malt man dann.

Und dann gab’s damals ‘n Prozess und ich glaube, wenn ich mich richtig erinner, ein Freund von, äh, Caspar David, äh, hat sich damit beschäftigt, wie kann man denn diese Sepia-Tinte haltbarhaltbar → durable, long-lasting; etwas verdirbt nicht so schnell machen und so weiter. Und diese Sepia-Tinte ermöglicht es, ganz viele, ähm, Grauschattierungendie Grauschattierung, -en → shade of grey; die feinen Abstufungen zwischen Weiß und Schwarz zu malen, die’s so mit künstlichkünstlich → artificial, synthetic; von Menschen gemacht, nicht natürlich hergestellter Farbe nicht gibt oder wo es schwer ist, das so zu machen. So hab ich das zumindest verstanden.

Also Sepia-Tinte, Tinte von einem Tintenfisch. Und das hat also diese, dieses Besondere ausgemacht von den Gemälden von, äh, Caspar David.

Kapitel 2: Die Wörter

Genau. So, ähm, dann wollen wir noch ‘n paar Wörter erklären.

Also sich niederlassen ist also dauerhaftdauerhaft → permanent, lasting; für lange Zeit, nicht nur vorübergehend einen Wohnsitzder Wohnsitz, -e → place of residence; der offizielle Ort, an dem man wohnt, äh, nehmen. Ja, also ich lasse mich nieder in Berlin, ich lasse mich nieder in, äh, München.

Also ich werde dort dauerhaft leben. Das gibt ja noch die Niederlassung.

Also das ist, wenn es gibt zum Beispiel von einer Firma gibt es verschiedene Niederlassungendie Niederlassung, -en → branch, office; eine Zweigstelle einer Firma an einem anderen Ort oder mehrere Niederlassungen. Also du hast beispielsweise die Hauptniederlassung befindet sich in Berlin, aber dann gibt es noch andere Niederlassungen in Stuttgart, in London und so weiter. Genau, also die Niederlassung noch als Nomen gibt’s auch noch.

Ähm, das Atelier, auf Englisch würde man sagen, das Studio, Studio, ja. Also dieses Atelier, wo der Künstler malt oder seine Kunst eben, ähm, versucht zu, ähm, zu entwickeln. Und dann hatte ich ja noch andere Wörter.

Ah ja, genau hier. Ähm, niederlassen, gesellig, still, ernst und unnahbar. Stillstill → quiet, silent; wenig sprechend, nicht laut bedeutet also so was wie ruhig, also nicht besonders laut, erzählt nicht besonders viel, was ja auch manchmal ganz angenehm ist. Ernsternst → serious; nicht scherzhaft, mit einer gewissen Schwere, serious, also wenn du nicht viel lachst, wenn du nicht irgendwie versuchst, jetzt hier besonders lustig zu sein, dann ist jemand ernst, serious.

Und dann unnahbar und das Wort ist wahrscheinlich neu für dich. Unnahbar. Und hier nah, also nahe, in der Nähe, also nah an etwas dran sein. Und wenn man dann als Adjektiv unnahbar, bar ist dann einfach nur die Adjektivendungdie Adjektivendung, -en → adjective suffix; -bar heißt oft „kann man tun“: essbar, lesbar, was auch immer, ähm, aber unnahbar, dann ist die Person, also dann ist es nicht so leicht, nah an diese Person ranzukommen.

Man könnte auf Englisch vielleicht sagen, äh, äh, like unapproachable oder man kommt eben nicht so nah ran an die Person. Jetzt nicht unbedingt physischphysisch → physical; körperlich, den Körper betreffend, aber eben emotionalemotional → emotional; die Gefühle betreffend.

Genau, das haben wir auch. Äh, Tintenfisch. Sollte ich das noch erklären? The inkfish.

Was ist denn das auf, äh, squid? Squid ink würde man auf Englisch, glaub ich, sagen, der Tintenfisch. Und das hätte ich vielleicht auch noch erklären sollen, ist der Nebelder Nebel → fog, mist; sehr tief hängende Wolken. Kein Plural, also der Wanderer über dem Nebelmeer. Also dadurch, dass du ja das Bild gesehen hast, weißt du wahrscheinlich, was der Nebel ist.

Also sehr tief hängende Wolkendie Wolke, -n → cloud; die weißen oder grauen Gebilde am Himmel. Ist das die Erklärung dafür? The fog. Da gibt’s ja auch mal, da gab’s da nicht auch mal ‘n Film, der Nebel des Grauens oder irgendwie so?

Na ja, der Nebel, wenn man also nicht besonders weit gucken kann, weil die Wolken ganz tief hängen. Ich glaube, du weißt, was ich meine.

Kapitel 3: Der Mönch am Meer

So, und jetzt kommen wir zu Kapitel drei: Der Mönch am Meer. So, 1810 stellte Friedrich, äh, in Berlin ein Bild aus, das die Kunstweltdie Kunstwelt → the art world; alle Menschen, die beruflich mit Kunst zu tun haben regelrechtregelrecht → downright, positively; verstärkt das folgende Wort: wirklich, geradezu spaltetespalten → to split, to divide; eine Gruppe in zwei gegnerische Lager teilen.

Spaltete. Der Mönch am Meer, also dieses Bild. So, und das ist interessant, das ist richtig interessant.

Also dieses Bild galt damals als verstörendverstörend → disturbing, unsettling; etwas irritiert und beunruhigt einen radikalradikal → radical; grundsätzlich und ohne Kompromiss. Fast die gesamte Leinwanddie Leinwand, -wände → canvas; der bespannte Rahmen, auf den gemalt wird, Canvas, fast die gesamte Leinwand besteht aus Himmel und darunter ein schmalerschmal → narrow; wenig breit. Gegenteil: breit Streifender Streifen, – → strip, stripe; ein langes, schmales Stück Meer, ähm, der sehr dunkel ist, dieser, wenn du das Bild dir anschaust und dann ein noch schmalerer Streifen ist dann der Strand. Und ansonsten ist da nichts außer eine winzigewinzig → tiny, minute; extrem klein. Stärker als klein Gestaltdie Gestalt, -en → figure; ein Mensch, den man nur als Umriss erkennt und das ist dieser Mönchder Mönch, -e → monk; ein Mann, der in einem Kloster lebt. Kein Baum, kein Schiff, kein Weg, nichts, was man da sonst noch irgendwie feststellen könnte.

Und das war, äh, revolutionärrevolutionär → revolutionary; etwas verändert alles Bisherige grundlegend zur damaligen Zeit. Äh, normalerweise malte man ja so, dass man einen Vordergrundder Vordergrund → foreground; der Teil des Bildes, der dem Betrachter am nächsten ist hat, das, äh, einen ins Bild irgendwie einführt und Perspektivliniendie Perspektivlinie, -n → perspective line; Linien, die dem Auge Tiefe im Bild vortäuschen und so weiter. Aber dieses Bild hatte irgendwie keine Ordnung.

Und, äh, ja, das ist ziemlich interessant. Und, ähm, was ich auch gelesen habe, ist, dass der Sohn von dem damaligen Kaiser, äh, der hat gerade seine Mutter verloren und hat sich dieses Bild angeschaut und hat gesagt: „Das Bild will ich haben.” Und weil dieses Bild irgendwie diese Hoffnungslosigkeit oder das, was der Sohn vom Kaiser damals fühlt, führt, fühlte, weil er eben seine Mutter verloren hat, dieses Bild hat so diese Hoffnungslosigkeit ausgedrücktausdrücken → to express; ein Gefühl sichtbar oder hörbar machen. Und, ähm, das war also ‘n Bild, das es sonst oder ‘ne Malereien, Gemälde, das es sonst zu dieser Zeit noch gar nicht gab, so diese Art, etwas so auszudrücken. Das find ich ziemlich interessant.

Und wenn man sich, äh, das Bild anschaut unter, ähm, wenn man versucht, das in einem bestimmten Prozess sich anzuschauen, dann, dann, dann kann man feststellen, dass da früher eigentlich oder dass da, dass da vorher oder zuvor eigentlich Schiffe waren auf dem Bild. Da waren drei, ja, relativ große Schiffe auf dem Bild zu sehen. Die wurden dann aber vom Maler dann wieder rausgenommen. Hätte er die Schiffe vielleicht drin gelassen, dann hätte das Bild vielleicht gar nicht diesen, diesen Effekt gehabt, dass da irgendwie eine Weitedie Weite → vastness, expanse; der Eindruck von unbegrenztem Raum ist, die man irgendwie spürenspüren → to sense, to feel; etwas körperlich oder innerlich wahrnehmen kann.

Die Schiffe hätten dieses Bild vielleicht irgendwie dann wieder zu sehr ausgefüllt. Und, äh, ich, ich versuch hier natürlich, äh, m-, das so zu erklären, wie ich das so ‘n bisschen sehe oder empfindeempfinden → to feel, to perceive; etwas innerlich spüren. Gehobener als fühlen. Da hat jeder sicherlich ‘ne andere Perspektive drauf. Äh, was noch interessant ist, ist, dass der Dichterder Dichter, – → poet, writer; Heinrich von Kleist (1777–1811) war Dramatiker und Erzähler Heinrich von Kleist, darüber sollten wir auch mal ‘ne Episode machen, der schrieb, äh, über dieses Bild und dieser Text ist sehr berühmt, denn er hat so’n, so ‘ne Metapherdie Metapher, -n → metaphor; ein Bild in der Sprache, nicht wörtlich gemeint verwendet oder das versucht, so, so zu erklären: Beim Betrachtendas Betrachten → the act of viewing; substantiviertes Verb: das genaue Anschauen dieses Gemäldes sei ihm, als wären ihm die Augenliderdas Augenlid, -er → eyelid; die Hautfalte, mit der man die Augen schließt weggeschnitten worden.

Man kann also nicht wegschauen. Man, man kann, wenn die Augenlider weggeschnitten wurden, dann kann man ja die Augen nicht zumachen. Man muss also hingucken, aber man findet auch irgendwie keinen HaltHalt finden → to find something to hold on to; etwas, das dem Blick oder der Seele Sicherheit gibt. So dieses Gefühl hatte der eben, dieser Heinrich von Kleist, als er dieses Bild zum ersten Mal sah.

Das ist eben auch noch interessant. Und genau das ist, was Kunsthistoriker das Erhabenedas Erhabene → the sublime; das überwältigend Große, das Ehrfurcht und ein wenig Angst auslöst nennen. Dieser Begriffder Begriff, -e → term, concept; ein Wort für eine bestimmte Idee ist der Schlüsselder Schlüssel zu etwas → the key to something; das Entscheidende zum Verständnis zu Friedrichs gesamtem Werk.

Kapitel 3: Die Wörter

Okay, was ist, äh, was für Wörter haben wir hier verwendet in diesem Kapitel drei? War das Kapitel drei? Ich glaube schon, ja.

Also der Mönch am Meer ist erst mal ein sehr interessantes Ding. Mönch, der Mönch ist, du kennst wahrscheinlich die Stadt München und die Stadt München kommt, der Name kommt daher, weil es da mal Mönche gab. Äh, Mönche, the Monk, also die Leute, die im Klosterdas Kloster, Klöster → monastery, convent; das Haus, in dem Mönche oder Nonnen leben leben oder lebten. Genau, äh, das wollt ich noch sagen.

Dann das Erhaben, ne, haben wir ganz am Ende hier grade ha-gehabt. Ähm, also irgendetwas ist überwältigendüberwältigend → overwhelming; so stark, dass man nichts dagegensetzen kann groß. Et-etwas gibt, macht dich, w-, ist gleichzeitig irgendwie, du verspürstverspüren → to feel; gehobene Form von spüren eine gewisse Ehrfurchtdie Ehrfurcht → awe, reverence; tiefer Respekt, gemischt mit Scheu. Kein Plural und es löst vielleicht auch so’n bisschen Respekt oder Angst in dir aus. Ja, also etwas ist faszinierend größer als der Mensch.

Und das, dieses Gefühl soll eben, sollen eben seine Werke irgendwie transportierenein Gefühl transportieren → to convey; hier übertragen: etwas vermitteln, nicht etwas fahren. Okay, dann, ich hab am Anf…, ich hab noch verwendet das Wort, äh, verstörend radikal.

Verstörend, disturbing, verstörend, wenn also etwas den normalen, weiß ich nicht, Gedankenprozessder Gedankenprozess, -e → thought process; der Ablauf des Denkens oder den Prozess deiner Gefühle stört. Etwas ist verstörend, etwas ist nicht so, wie du es vielleicht erwartest. Das ist negativ, würde ich sagen.

Dann die Leinwand, the canvas. Äh, und, äh, genau, richtig. Ah, und dann wollt ich noch ‘ne interessante Anekdotedie Anekdote, -n → anecdote; eine kurze, oft überraschende Geschichte über eine Person erzählen, äh, zum Himmel. Also er hat ja diesen riesigen Himmel gemalt.

Und später, äh, lernte er dann seine Frau kennen, da kommen wir noch zu. Ähm, und diese Frau war, hat ihm geholfen in seiner Arbeit. Und zwar s…, eine Anekdote ist, dass in sein Atelier kamen Besucher, Leute, die vielleicht seine Bilder sehen wollten, vielleicht auch seine Bilder kaufen wollten und so weiter. Und dann gab’s die Situation, dass, ähm, äh, seine Frau gesagt hat: „Nein, jetzt können wir ihn nicht unterbrechenunterbrechen → to interrupt; jemanden bei einer Tätigkeit stören. Untrennbar, weil er gerade den Himmel malt.” Und für Caspar David Friedrich ist Himmel malen wie ein Gebetdas Gebet, -e → prayer; das Sprechen mit Gott, wie Gottesdienstder Gottesdienst, -e → church service; die religiöse Feier in der Kirche.

Das ist interessant, oder? Ich find das interessant.

Ähm, vielleicht sollte ich auch irgendwie mal so versuchen, meine Arbeit irgendwie anzugehenetwas angehen → to tackle something; eine Aufgabe beginnen und anpacken mit dieser Hingabedie Hingabe → devotion, dedication; sich einer Sache ganz widmen. Kein Plural. Na ja, wir machen weiter.

Äh, welche Wörter wollt ich noch erklären? Ein Gemälde ist wie ein Bild, nur dass jemand malt, der richtig Ahnung hatAhnung haben → to know one’s stuff; sich wirklich auskennen. Umgangssprachlich. Ja, mit verschiedenen, also, so, relativ simpel gesagt, aber ich glaube, du weißt, was ich meine.

Zum Beispiel dieses, dieser Mönch am Meer, das ist ein Gemälde. Und dann Augenlider ist, glaub ich, klar, also die Lieder über deinen Augen, die also deine Augen schließen.

Genau. Okay.

Outro

So, ich würde sagen, damit machen wir heute erst mal Schluss mit Teil eins zu Caspar David Friedrich. Äh, Teil zwei, da geht’s dann weiter mit, äh, Kapitel vier und das ist auch ziemlich interessant. Da sprechen wir dann noch ‘n bisschen mehr über, äh, diese Rückenfigurdie Rückenfigur, -en → Rückenfigur, figure seen from behind; Friedrichs Markenzeichen: die Person schaut vom Betrachter weg, also zum Beispiel, äh, der Wanderer über dem Nebelmeer, wo man das Gesicht von diesem, von dieser Person auf dem Gemälde ja nicht sieht. Und das, dieses, diese Perspektive, äh, äh, erzeugterzeugen → to create, to generate; etwas hervorrufen gewisse Perspektiven und Gefühle.

Na ja, und dann gibt’s noch andere Kapitel, die wir uns dann anschauen. Wenn dir die Podcast-Episode gefallen hat, dann kann ich dir noch meine Mitgliedschaftdie Mitgliedschaft, -en → membership; das Mitgliedsein in einem Club oder Programm empfehlen. In der Mitgliedschaft gibt es das ganze Transkript.

Das kannst du auch anklicken, die einzelnen Wörter anklicken, also das, was ich hier sage. Und dann gibt’s dann Erklärung dazu.

Du kannst ja auch abspeichern. Du kannst auch einzelne Wortgruppen, äh, auswählen und abspeichern und dann dir die Übersetzung anschauen lassen.

Du kannst, du siehst dann noch mal die Vokabeln aufgelistet. Die kannst du dir dann also auch abspeichern oder einfach noch mal anschauen, damit du die Wörter dann noch mal verstehst. Und am besten verstehst du die Wörter, indem du dann die Übung machst und diese Wörter dann im Kontext anwenden musst. Und dann gibt’s noch ‘ne Bonus-Episode und in der Bonus-Episode werd ich noch weitere Wörter erklären, die ich hier in dieser Hauptepisode nicht genauer erklärt habe.

Die, ähm, Mitgliedschaft kannst du ausprobieren für einen Euro für einen ganzen Monat, also im Prinzip fast für laufür lau → for free, for nothing; salopp: umsonst, ohne zu bezahlen und danach gibt’s dann den regulärenregulär → regular, standard; der normale, übliche Preis ohne Rabatt Preis. Vielen herzlichen Dank. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

Tippe auf eine Karte, um die Erklärung aufzudecken.

📅 Zeitleiste – Caspar David Friedrich (Teil 1)

Jahr Ereignis Schlüsselwort
1774 Am 5. September in Greifswald geboren, damals schwedisch die Biografie
  Der Vater: Seifensieder und Kerzenmacher, streng protestantisch, zehn Kinder der Seifensieder
1781 Die Mutter stirbt der Schicksalsschlag
1787 Beim Schlittschuhlaufen bricht er ins Eis ein, der Bruder ertrinkt bei der Rettung ertrinken
1791 Die Schwester stirbt an Typhus erschüttern
1794 Kunstakademie Kopenhagen, vier Jahre Ausbildung die Ausbildungsstätte
1798 Er lässt sich in Dresden nieder und bleibt dort sein Leben lang sich niederlassen
  Erste Jahre vor allem Sepia-Zeichnungen, aus dem Gedächtnis gemalt das Atelier
1807 Er beginnt richtig mit der Ölmalerei das Gemälde
1810 „Der Mönch am Meer“ in Berlin: die Kunstwelt ist gespalten das Erhabene

C1
der Seifensieder, –
soap boiler – Alter Handwerksberuf. sieden heißt langsam kochen lassen. Friedrichs Vater war einer.
„Sein Vater war Seifensieder und Kerzenmacher.“
antippen
B2
der Kerzenmacher, –
candle maker – Stellt Kerzen aus Wachs her, früher meist aus Bienenwachs oder Talg.
„Also er hat Seife hergestellt und Kerzen hergestellt.“
antippen
C1
der Schicksalsschlag, -schläge
stroke of fate – Ein schweres Unglück, das einen unvorbereitet trifft. Fast immer über Todesfälle oder Krankheit.
„Das war ein Schicksalsschlag für Caspar David Friedrich.“
antippen
C1
erschüttern
to shake, to shatter – Jemanden seelisch tief treffen. Wörtlich auch: physisch ins Wanken bringen.
„Und haben ihn erschüttert.“
antippen
B2
ins Eis einbrechen
to fall through the ice – Das Eis hält das Gewicht nicht und man fällt ins Wasser. Perfekt mit sein.
„Er brach beim Schlittschuhlaufen ins Eis ein.“
antippen
B2
ertrinken
to drown – Im Wasser sterben. Unregelmäßig: ertrinkt, ertrank, ist ertrunken. Immer mit sein.
„Dabei ist dann sein Bruder ertrunken.“
antippen
B2
das Gewissen
conscience – Das innere Gefühl für richtig und falsch. Kein Plural. Dazu: ein schlechtes Gewissen haben.
„Er musste mit diesem Gewissen weiterleben.“
antippen
C1
die Eisscholle, -n
ice floe – Ein Stück Eis, das lose auf dem Wasser schwimmt. Tom nennt es eine Miniinsel aus Eis.
„Die Eisscholle ist eine kleine Insel aus Eis.“
antippen
B2
das Schlittschuhlaufen
ice skating – Aus Schlitten und Schuh. Man sagt: Schlittschuh laufen gehen.
„Er brach beim Schlittschuhlaufen ins Eis ein.“
antippen
C1
düster
gloomy, sombre – Dunkel und bedrückend. Nicht nur für Licht, auch für Stimmungen und Gedanken.
„Man erkennt ein düsteres Muster.“
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C1
die Hoffnungslosigkeit
hopelessness – Der Zustand, keine Hoffnung mehr zu haben. Kein Plural.
„Ein Muster vielleicht der Hoffnungslosigkeit.“
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C1
der Ehrgeiz
ambition – Der starke Wille, etwas zu erreichen. Kein Plural. Adjektiv: ehrgeizig.
„Vielleicht war das die Quelle für seinen Ehrgeiz.“
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C1
sich niederlassen
to settle down – Dauerhaft einen Wohnsitz nehmen. Trennbar und reflexiv: ich lasse mich nieder.
„Er hat sich dort niedergelassen.“
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C1
die Niederlassung, -en
branch, office – Eine Zweigstelle einer Firma. Vom selben Verb, aber ganz andere Bedeutung.
„Die Hauptniederlassung befindet sich in Berlin.“
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B2
gelten als
to be considered – Von anderen als etwas angesehen werden. Unregelmäßig: gilt, galt, hat gegolten.
„Dresden galt damals als Mekka für Philosophen.“
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B2
gesellig
sociable – Jemand, der gern unter Menschen ist. Friedrich war genau das nicht.
„Er galt eher als ein Mensch, der nicht so gesellig war.“
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C1
unnahbar
unapproachable, aloof – Man kommt emotional schwer an die Person heran. Aus nah plus un- plus -bar.
„Seine Zeitgenossen beschrieben ihn als unnahbar.“
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C1
der Zeitgenosse, -n
contemporary – Jemand, der zur selben Zeit lebt. N-Deklination: dem Zeitgenossen.
„Seine Zeitgenossen beschrieben ihn eher als still.“
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B2
das Atelier, -s
studio – Der Arbeitsraum eines Künstlers. Französisch ausgesprochen: Atel-jee.
„Er malte dann in einem Atelier aus dem Gedächtnis.“
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B2
das Gemälde, –
painting – Ein gemaltes Kunstwerk. Feiner als Bild: ein Gemälde malt jemand, der es kann.
„Ein Gemälde ist wie ein Bild, nur dass jemand malt, der richtig Ahnung hat.“
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C1
erschaffen
to create – Etwas ganz Neues hervorbringen. Unregelmäßig: erschuf, hat erschaffen.
„Er hat so quasi seine eigene Welt erschaffen.“
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B2
der Tintenfisch, -e
squid, cuttlefish – Meerestier, das bei Gefahr Tinte abgibt. Daraus wurde Sepia-Farbe gemacht.
„Sepia-Tinte ist die Tinte von einem Tintenfisch.“
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C1
schimmeln
to go mouldy – Sich mit Pilz bedecken, wenn etwas zu feucht liegt. Das Nomen: der Schimmel.
„Diese Tinte fängt schnell an zu schimmeln.“
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B1
der Nebel
fog, mist – Sehr tief hängende Wolken. Kein Plural. Adjektiv: neblig.
„Der Nebel, wenn man nicht besonders weit gucken kann.“
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C1
spalten
to split, to divide – Eine Gruppe in zwei gegnerische Lager teilen. Wörtlich auch: Holz spalten.
„Ein Bild, das die Kunstwelt regelrecht spaltete.“
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C1
verstörend
disturbing, unsettling – Etwas irritiert und beunruhigt einen. Immer negativ gemeint.
„Dieses Bild galt damals als verstörend radikal.“
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B2
die Leinwand, -wände
canvas – Der bespannte Rahmen, auf den gemalt wird. Auch die Kinoleinwand heißt so.
„Fast die gesamte Leinwand besteht aus Himmel.“
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C1
die Gestalt, -en
figure – Ein Mensch, den man nur als Umriss erkennt. Genau das ist der Mönch im Bild.
„Nichts außer eine winzige Gestalt.“
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B2
der Mönch, -e
monk – Ein Mann, der im Kloster lebt. Die Stadt München hat davon ihren Namen.
„Und ansonsten ist da nichts außer dieser Mönch.“
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C1
das Erhabene
the sublime – Etwas ist überwältigend groß und löst Ehrfurcht aus, gemischt mit ein wenig Angst.
„Genau das ist, was Kunsthistoriker das Erhabene nennen.“
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C1
die Ehrfurcht
awe, reverence – Tiefer Respekt, gemischt mit Scheu. Kein Plural.
„Du verspürst eine gewisse Ehrfurcht.“
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C1
die Hingabe
devotion, dedication – Sich einer Sache ganz widmen. Kein Plural.
„Vielleicht sollte ich meine Arbeit mit dieser Hingabe angehen.“
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C1
die Rückenfigur, -en
figure seen from behind – Friedrichs Markenzeichen: Die Person schaut vom Betrachter weg ins Bild hinein.
„Da sprechen wir mehr über diese Rückenfigur.“
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C1
für lau
for free, for nothing – Salopp für umsonst. Nur gesprochen, nicht in Texten.
„Also im Prinzip fast für lau.“
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① Satzpuzzle
Richtige Reihenfolge
Klicke die Wörter in der richtigen Reihenfolge an. Klicke ein platziertes Wort nochmal, um es zurückzulegen.


② Multiple Choice
Bedeutungen verstehen
Wähle die richtige Antwort.


③ Memory
Vokabel-Memory
Finde die passenden Paare: deutsches Verb und englische Bedeutung. Klicke zwei Karten um, die du für ein Paar hältst.

④ Lückentext
Fehlende Wörter
Trage das richtige Wort in jede Lücke ein.

🎬 Bonusvideo

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Wörter, die Tom in dieser Episode verwendet, aber nicht erklärt hat. Genau die kommen in der Bonus-Episode dran.

📚 Wortschatz für die Bonus-Episode

Wort Niveau Bedeutung Beispiel
klipp und klar C1 crystal clear, unmistakable „Damit das klipp und klar ist.“
der Handwerksbetrieb, -e C1 craft business „Das war ‘n solider Handwerksbetrieb.“
wiederkehrend C1 recurring „Irgendwie ‘n wiederkehrender Aspekt.“
herb C1 harsh, bitter „Ein ziemlich herber Schicksalsschlag.“
die Quelle, -n B2 source, origin „Vielleicht war das auch die Quelle.“
sich einig sein B2 to agree „Die Kunsthistoriker sind sich nicht ganz einig.“
das Kaliber C1 a different league „Noch mal ‘n ganz anderes Kaliber.“
ein Mekka für C1 a mecca for „Dresden galt als Mekka für Philosophen.“
die Skizze, -n B2 sketch „Er ging spazieren und machte Skizzen.“
etwas bestreiten C1 to make a living from „Seine ersten Jahre bestritt er mit Zeichnungen.“
haltbar B2 durable, long lasting „Wie kann man diese Tinte haltbar machen?“
die Grauschattierung, -en C1 shade of grey „Ganz viele Grauschattierungen zu malen.“
regelrecht C1 downright, positively „Ein Bild, das die Kunstwelt regelrecht spaltete.“
winzig B2 tiny, minute „Nichts außer eine winzige Gestalt.“
der Vordergrund B2 foreground „Normalerweise malte man einen Vordergrund.“
die Weite C1 vastness, expanse „Dass da irgendwie eine Weite ist.“
empfinden C1 to feel, to perceive „Wie ich das so ‘n bisschen sehe oder empfinde.“
die Metapher, -n B2 metaphor „Er hat so ‘ne Metapher verwendet.“
Halt finden C1 to find something to hold on to „Man findet auch irgendwie keinen Halt.“
der Begriff, -e B2 term, concept „Dieser Begriff ist der Schlüssel zu seinem Werk.“
überwältigend C1 overwhelming „Irgendetwas ist überwältigend groß.“
etwas angehen C1 to tackle something „Meine Arbeit mit dieser Hingabe angehen.“
Ahnung haben B2 to know one’s stuff „Jemand malt, der richtig Ahnung hat.“
erzeugen B2 to create, to generate „Diese Perspektive erzeugt gewisse Gefühle.“

🎤 In der Bonus-Episode

Tom erklärt dort die Wörter, die in der Hauptepisode nur nebenbei vorkamen – zum Beispiel klipp und klar, regelrecht, die Weite und Halt finden.

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