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Episode 278 | Caspar David Friedrich Teil 2

Episode 278
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Episode 278 · B1–C1

Caspar David Friedrich – Teil 2

📚 Grammatik & Wortschatz
⌛ ca. 25 Minuten

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B1
B2
C1
Einleitung

So und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode hier bei Expertly German. Mein Name ist Tom und heute schauen wir uns die Biografiedie Biografie, -n → biography; die Lebensgeschichte einer Person von Caspar David Friedrich an, und zwar Teil zwei. Teil eins hatten wir ja schon, Kapitel eins, zwei und drei und heute machen wir weiter mit Kapitel vier. Und dabei versuchen wir natürlich, Deutsch zu lernen oder Deutsch zu verbessern.

Ich werd ‘n paar Wörter erklärenerklären → to explain; etwas so sagen, dass ein anderer es versteht, wo ich das Gefühl hab, diese Wörter kennt ihr wahrscheinlich noch nicht und, äh, ich versuche euch ‘n bisschen dabei zu helfen, die Wörter ‘n bisschen besser zu verstehen. Und wir wollen Spaß haben, wir wollen was lernen und die ganze Sache auch ‘n bisschen locker nehmenetwas locker nehmen → to take it easy; sich keinen Druck machen. Umgangssprachlich. Ich würd sagen, wir fangen an.

Kapitel 4: Die Rückenfigur

Äh, Kapitel vier: Die Rückenfigur. Und das ist ziemlich interessant. Wenn ihr euch, äh, dieses bekannte Werkdas Werk, -e → work; ein einzelnes Kunstwerk oder das Gesamtwerk eines Künstlers von ihm anschaut, der Wanderer über dem Nebelmeer, dann seht ihr, dass man sein Gesicht ja nicht sehen kann. Also eine Rückenfigurdie Rückenfigur, -en → figure seen from behind; Friedrichs Markenzeichen: die Person schaut vom Betrachter weg ins Bild.

Wir sehen die Person, die wir dort auf dem Gemäldedas Gemälde, – → painting; ein gemaltes Kunstwerk sehen, von hinten. Was bedeutet das?

Wir können also nicht die Emotionendie Emotion, -en → emotion; ein Gefühl. Etwas formeller als das Gefühl ablesenetwas ablesen → to read off, to tell from; etwas an einem Zeichen erkennen. Trennbar. Wir wissen nicht, ist die Person traurig, nachdenklichnachdenklich → pensive, thoughtful; in Gedanken versunken?

Triumphierttriumphieren → to triumph; einen Sieg feiern, sich als Sieger fühlen die Person irgendwie? Das wissen wir alles nicht.

Wir schlüpfenin etwas schlüpfen → to slip into; hier übertragen: die Sicht einer anderen Person einnehmen, könnte man sagen, in die Perspektivedie Perspektive, -n → perspective; der Blickwinkel, aus dem man etwas sieht dieser Person Und, äh, das eröffnetetwas eröffnet eine Möglichkeit → to open up; etwas macht etwas Neues möglich eine völlig neue Welt, die es bis zu dieser Zeit noch nicht so wirklich gab. Ähm, und diese Perspektive verwendet Caspar David Friedrich auch sehr häufig in seinen Bildern. Ich find das auch ganz interessant, ganz, mm, hervorragendhervorragend → excellent, outstanding; sehr, sehr gut. Stärker als gut gemacht eigentlich, weil du bist, also ich, für mich ist das so’n bisschen so’n Gefühl wie man ist in diesem Abenteuer, man ist irgendwie in diesem Bild, in diesem Abenteuer drin, in dieser Situation drin, wo man bei anderen Bildern das ja irgendwie so von außen betrachtetbetrachten → to contemplate, to view; länger und genauer anschauen als bei gucken, was natürlich auch cool sein kann, aber diese Perspektive von hinten ist sehr, sehr interessant, find ich zumindest.

Und, ähm, und diese, dieses Bild, das nennen wir oder diese Art, das so zu machen, das nennen wir die Rückenfigur. Also, äh, wir sind mit dabei, wir schlüpfen fast in die Figur hinein.

Na ja, und was cool ist, ist, dass ja immer noch diese Perspektive verwendet wird. Wenn ihr euch zum Beispiel ‘n Buchcover anschaut oder von Filmen diese, wie nennt sich denn so’n Plakatdas Plakat, -e → poster; großes gedrucktes Blatt zum Aufhängen, hier: das Filmplakat, wo man bei, bei, bei, bei Hollywood-Filmen oder bei irgendwelchen anderen Filmen, dann sieht man dort auch diese Perspektiven häufig. Nicht immer, aber manchmal wird das verwendet, gerade so bei Abenteuerfilmender Abenteuerfilm, -e → adventure film; aus das Abenteuer und der Film oder irgendwie so was. Oder auch bei Videospielen, Games, ja, wo man auch, ja man spielt ja da häufig ‘n Charakter, äh, und man versucht dann eben so dieses, dieses Gefühl, äh, hervorzurufenetwas hervorrufen → to evoke, to bring about; ein Gefühl oder eine Wirkung auslösen, dass man eben das mit dieser Figur macht, wenn man sich das Cover anschaut von diesem Videospiel.

Das wird also heute immer noch verwendet von eben diesem Caspar David Friedrich, der wie viele Jahre ist das her? Irgendwas seit 200 Jahren oder so hat der das gemalt und es wird immer noch verwendet. Ich find das spannend.

Und, ähm, genau, äh, und dann hab ich mir hier noch aufgeschrieben, es lässt also Platz für den Betrachterder Betrachter, – → viewer, beholder; wer ein Bild anschaut. Man hat noch mehr irgendwie die Möglichkeit, selber z-z, das zu interpretiereninterpretieren → to interpret; einen eigenen Sinn in etwas hineinlesen, so wie man das möchte. Das, äh, ist interessant und das hatt ich dann schon in der Podcast-Episode eins auch erwähnt, dass bei diesem Nebelmeer, äh, genau, Wanderer über dem Nebelmeer und aber auch bei vielen anderen Gemälden von ihm, äh, ist das so, dass es diese, diese Landschaft so in der Natur gar nicht gibt. Er setzt verschiedene Elemente, die es in der Natur wirklich gibt, die’s in, die er selber gesehen hat, die er abgezeichnetabzeichnen → to copy by drawing; etwas so zeichnen, wie man es vor sich sieht. Trennbar hat, die setzt er zusammen und baut damit quasi seine eigene Welt.

Das ist schon ‘n bisschen interessant, oder? Das wäre mal ‘ne interessante Frage, wenn man mit Caspar David Friedrich noch mal an ‘nem Tisch zusammensitzen könnte und ihn das f…, und dann würd ich ihn fragen: „Ja, was hast du dir denn dabei gedacht, das so zu malen?

Du bist doch gläubiggläubig → religious, devout; wer fest an Gott glaubt. Du bist doch, warst du damals Protestant? Versuchst quasi deine eigene Welt zu bauen?“ Es ist, ich find’s spannend.

Kapitel 4: Die Wörter

Na ja, jedenfalls, äh, wollen wir noch ‘n paar Wörter lernen. Äh, welches Wort hab ich mir aufgeschrieben? Ähm, ich hab, äh, das, das Schlüpfen oder das Hineinschlüpfenhineinschlüpfen → to slip into; sich in etwas hineinbewegen. Auch übertragen: in eine Rolle. Ich weiß gar nicht, ich hab das verwendet, aber ich hab’s mir nicht genauer aufgeschrieben, wie ich das erklären kann.

Also zum Beispiel ein, ähm, ein Kükendas Küken, – → chick; das frisch geschlüpfte Huhn, a baby chicken, ein Küken schlüpft aus einem Eidas Ei, -er → egg; Plural mit Umlaut-Endung -er: die Eier. Also so was wie slips into, also ist in dem Fall schlüpft aus, schlüp-, äh, slips out. Man schlüpft in die Perspektive von dieser Figur, von dieser Person. Ja, das bedeutet dieses Wort schlüpfen.

Das ist eigentlich auch mal ‘ne interessante Podcast-Episode. Verben mit schlüpfen. Wenn ich das Wort noch ‘n paar Mal sage, dann krieg ich mich irgendwie nicht mehr einsich nicht mehr einkriegen → to not be able to stop; salopp: sich vor Lachen oder Aufregung nicht beruhigen können. Es hört sich irgendwie ‘n bisschen komisch an, das Wort.

Äh, ich glaube, ich habe auch noch gesagt, dieser Effektder Effekt, -e → effect; die Wirkung, die etwas erzielt ist raffiniertraffiniert → clever, ingenious; klug durchdacht. Nicht dasselbe wie das englische refined. Aber auch wenn ich das Wort nicht erwähnt habe, dieser Effekt, diese Rückenfigur, diese Perspektive von hinten ist sehr raffiniert.

Also das bedeutet jetzt nicht unbedingt refined, sondern raffiniert bedeutet in dem Fall fein, intelligent, klug durchdachtdurchdacht → well thought out; jemand hat lange überlegt, bevor er es gemacht hat, schlau. So in diese Richtung.

Ja, das bedeutet raffiniert. Also ein raffinierter Plan, ja, wäre also ein Plan, der nicht sehr refined ist, sondern eher ‘n Plan, der sehr intelligent ist, schlau, gut durchdacht und so weiter. Ähm, etwas betrachten. Das Wort betrachtenbetrachten → to contemplate; länger und aufmerksamer schauen als bei anschauen bedeutet so was wie etwas anschauen, aber vielleicht ‘n bisschen intensiver.

Man betrachtet das Bild für längere Zeit und versucht, sich darüber Gedanken zu machen. Ähm, genau, welche Wörter hab ich noch? Der Rücken ist vielleicht also, äh, die, die, die Rückenfigur und dann der Rücken und die Figur, weil das ‘n zusammengesetztes Wortdas Kompositum → compound noun; zwei Nomen werden eins. Der Artikel kommt immer vom letzten Teil ist, bekommt das Nomen, das zusammengesetzte Nomen, also den Artikel von Figur vom letzten Teil und nicht vom ersten Teil. Der Rücken, also das, was du nicht vorne, nicht da, wo der Bauchder Bauch, Bäuche → belly, stomach; die Vorderseite des Rumpfes ist, sondern hinten bei dir, äh, da wo die Schulterndie Schulter, -n → shoulder; zwischen Hals und Arm sind, da wo der– und dann, wo’s weiter runtergeht, das ist dann der Rücken.

Ähm, genau. Ein anderes, sich in etwas hineinversetzensich in jemanden hineinversetzen → to put oneself in someone’s shoes; die Lage eines anderen nachfühlen, hab ich, glaube ich, auch, äh, verwendet. Äh, hineinschlüpfen, hineinversetzen. Also man versetzt sich, man setzt sich, man versetzt sich in die Perspektive hinein.

Hineinversetzen. Also als ob man im Prinzip da reinschlüpft, als ob man reingeht in diese Personen, ja. In anderen Situationen könnte man das zum Beispiel sagen, wenn du im ganz normal, im Alltag, ähm, du, irgendeine Person meckert rumrummeckern → to grumble, to moan; salopp: ständig etwas zu kritisieren haben.

„Oh, das, warum hat der das gemacht?“ Oder, „Warum denkt der so?“ Und so weiter, bla bla bla. Und dann kannst du sagen: „Ja, versetz dich doch mal in die an…, in die, v-versetz dich doch mal in die Perspektive dieser anderen Person.“ Ja, du, vielleicht hilft dir das ja dann ‘n bisschen mehr, die andere Person zu verstehen.

Ja, äh, das ist vielleicht noch ganz hilfreich zu erwähnen. Was noch?

Ja, ich würde sagen, das war’s. Weitere Wörter, äh, die ich, äh, verwendet hab, die werd ich natürlich wieder in der Bonusepisode erklären, welche, äh, es in meiner Mitgliedschaft gibt.

Kapitel 5: Die Ehe und die fröhlicheren Jahre

Okay, wir machen weiter, Kapitel fünf. Und zwar jetzt kommen wir zu seiner Ehedie Ehe, -n → marriage; die rechtliche Verbindung zweier Menschen und die eher fröhlicheren Jahre. Im Jahre 1818, wir rechnen wieder nach, also irgendwas mit 44, so alt war er da, heiratete er, äh, die 25-jährige Caroline Bommer. Also deutlicher Alter-Altersunterschiedder Altersunterschied, -e → age difference; wie viele Jahre zwei Menschen trennen hier.

Was sind das? 20 Jahre fast. Und, äh, man kann an seinen Bildern auch ablesen, dass diese Bilder viel farbenfroherfarbenfroh → colourful, vivid; mit vielen kräftigen Farben. Schöner als bunt sind, viel heller und Historikerder Historiker, – → historian; Wissenschaftler, der die Geschichte erforscht schlussfolgernschlussfolgern → to conclude; aus Hinweisen einen Schluss ziehen dann eben oder denken, dass es eben an dieser Heirat lag, an dieser Hochzeit, an dieser Ehe, dass diese Ehe ihm gutgetanjemandem guttun → to do sb. good; jemandem seelisch oder körperlich helfen hat und er eben fröhlichere Bilder gemalt hat. Vielleicht eben diese Tragödiedie Tragödie, -n → tragedy; ein sehr trauriges Ereignis. Auch: eine Theaterform, mhm, der Tod seines Bruders, dass er diese da vielleicht ‘n bisschen vergessen oder verdrängtetwas verdrängen → to repress, to suppress; etwas Schmerzhaftes unbewusst wegschieben hat.

Zum Beispiel die Kreise Felsen auf Rügen. Ich werd das Bild hier noch mal einblenden.

Äh, ich werd auch das Wort Kreidefelsen, äh, noch mal verwen-verwenden, äh, erklären. Also die Kreidefelsender Kreidefelsen, – → chalk cliff; weiße Steilküste. Auf Rügen und in Südengland zu sehen auf Rügen, da kann man sehen, viel farbenfroher. Da ist auch, da sind zwei Männer zu sehen und eine Frau. Irgendwie hat man ‘n viel positiveres Gefühl als, ähm, jetzt zum Beispiel beim Mönch am Meer.

Historiker denken, sagen, das ist eine Hochzeitallegoriedie Allegorie, -n → allegory; ein Bild, das für etwas anderes steht. Hier: für die Ehe. Ähm, und, äh, und man versucht also zu interpretieren, dass er da viel, viel positiver gestimmt war. Keine düsteren Werke Okay, beruflich lief zunächst alles gut. Er hatte Gönnerder Gönner, – → patron, benefactor; wer einen Künstler mit Geld unterstützt, werd ich noch erklären, zum Beispiel den Kronprinzender Kronprinz, -en → crown prince; der Thronfolger. N-Deklination: dem Kronprinzen von Preußen und, äh, später auch den russischen Zarenhofder Zarenhof → the tsarist court; der Hofstaat des russischen Kaisers, die eben seine Werke kauften.

Das sind Gönner. Äh, dann 1816 wurde er Mitglied, äh, in der Dresdner Akademie und dann, äh, was sind das? Acht Jahre später dann außerordentlicher Professoraußerordentlicher Professor → associate professor; eine Stufe unter dem ordentlichen Lehrstuhl. Nicht unbedingt an dem Lehrstuhlder Lehrstuhl, -stühle → chair, professorship; die volle Professur an einer Hochschule, den er eigentlich, äh, wollte, aber, äh, er hat zumindest das erreicht, Professor zu werden.

Aber dann kippteetwas kippt → to tip over, to turn; eine Stimmung schlägt plötzlich um etwas dramatisch und das ist wirklich dramatisch. Der Geschmackder Geschmack → taste; was Menschen schön finden. Auch: der Geschmack von Essen des Publikumsdas Publikum → audience, the public. Kein Plural., der wandelte sichsich wandeln → to change; sich allmählich verändern. Gehobener als sich ändern. Die Romantikdie Romantik → Romanticism; Kunstepoche um 1800: Gefühl, Natur und Sehnsucht, wozu seine Werke zu zählen sind, geriet aus der Modeaus der Mode geraten → to go out of fashion; nicht mehr gefragt sein Äh, ein realistischerer und nüchternerernüchtern → sober, matter-of-fact; sachlich, ohne Gefühl. Auch: nichts getrunken haben Stilder Stil, -e → style; die charakteristische Art zu malen oder zu schreiben war eher gefragtgefragt sein → to be in demand; viele wollen es haben. Und Friedrichs Bilder galten plötzlich als außen– altmodischaltmodisch → old-fashioned; nicht mehr zeitgemäß, zu düsterdüster → gloomy, sombre; dunkel und bedrückend. Mehr als nur dunkel und zu grüblerischgrüblerisch → brooding; zu sehr in den eigenen Gedanken versunken.

Ja, die Wörter werd ich alle noch erklären. Das sind richtig gute Wörter. Äh, er hat also weniger Bilder verkauft, die Aufträgeder Auftrag, Aufträge → commission, order; ein bezahlter Arbeitsauftrag wurden weniger und, äh, er zog sich immer mehr zurücksich zurückziehen → to withdraw; Kontakt zu anderen meiden. Trennbar und reflexiv.

Kapitel 5: Die Wörter

So, jetzt kommen wir zu den Bildern. Wir haben die Kreidefelsen.

Also Felsender Felsen, – → rock, cliff; ein großer Stein in der Landschaft ist das ein großes, also, wie erklärt man denn das, ohne das englische Wort zu sagen? Hmm. Das englische Wort ist so einfach.

Äh, ein großer Felsen. Zum Beispiel kennst du diesen großen Felsen im Outback in der Mitte von Australien. Ja, das ist ein Fels.

Genau. Ayers Rock. Ahh. Jetzt hab ich das englische Wort gesagt, obwohl ich’s eigentlich nicht sagen wollte, nee.

Okay und Kreidedie Kreide → chalk; das weiße Stäbchen für die Tafel, und das Gestein ist das, was du früher vielleicht auch immer noch, ich weiß es nicht, in der Schule nutzt, damit du irgendwas an die Tafeldie Tafel, -n → blackboard; die große schwarze oder grüne Fläche im Klassenzimmer malen kannst. Genau, ist meistens weiß, die weiße Kreide.

Chalk. Ja, genau richtig.

So, und dann haben wir diese Kreise, Kreidefelsen auf Rügen. Und Rügen ist eine Insel. Ist das ‘ne Halbinseldie Halbinsel, -n → peninsula; Land, das fast ganz von Wasser umgeben ist oder ‘ne Inseldie Insel, -n → island; Land, das ganz von Wasser umgeben ist? Na ja, jedenfalls in der Nähe von Greifswald, da wo Caspar David Friedrich herkam.

Da in der Nähe ist ja direkt die Ostseedie Ostsee → the Baltic Sea; das Meer im Nordosten Deutschlands. Die Nordsee liegt im Nordwesten, ganz oben rechts in Deutschland. Und, äh, da gibt’s diese Insel Rügen und da gibt’s eben diese Kreidefelsen. Ich glaube, die sind so ähnlich wie die in, äh, in, in England zum Beispiel.

Ich hab, ich war mal wandern bei diesen Seven Sisters in der Nähe von Brighton. Es ist richtig schön da und ich, ich denk, ich kann mir vorstellen, dass es auch Kreidefelsen sind. Na ja, also solltest du in England wohnen oder irgendwie so, stell dir das so ‘n bisschen so ähnlich vor.

Okay, genau. Dann Hochzeitallegorie.

Das Wort Allegorie ist vielleicht, ich weiß nicht, hört sich so ‘n bisschen nach ‘nem Wort an, das man wahrscheinlich auf Englisch auch verwenden würde. Also eine bildhafte Darstellungbildhaft → vivid, pictorial; etwas wird in Bildern statt in Begriffen ausgedrückt, ‘nen Sinnbilddas Sinnbild, -er → symbol, emblem; ein Bild, das für eine Idee steht, ‘ne Metapherdie Metapher, -n → metaphor; ein sprachliches Bild, nicht wörtlich gemeint. So in die Richtung eine Allegorie.

Keine Allergie, sondern eine Allegorie. Sehr schön. Okay, so und dann hab ich mir noch aufgeschrieben das Wort düster.

Düster ist so ähnlich wie dunkel, aber was ist der Unterschied? Dunkel ist es ja, wenn du das Licht ausmachst nachts und dann ist es dunkel hier im Zimmer. Aber düster hat so ‘n bisschen dieses Gruseligegruselig → creepy, eerie; etwas macht einem eine leichte Angst, dieses Negative, dieses, dieses Stimmungsvolle irgendwie, wohin dunkel einfach die Abwesenheitdie Abwesenheit → absence; dass etwas nicht da ist. Gegenteil: die Anwesenheit von Licht ist.

Ja, düster. Dann haben wir Gönner.

Gönner ist, ähm, Leute, die häufig bei ‘nem Künstler ihm Geld geben, zum Beispiel seine Werke kaufen. Sie wollen ihn damit unterstützenunterstützen → to support; jemandem helfen, mit Geld oder anders. Untrennbar. Also sie kaufen nicht nur seine Werke, weil sie die jetzt unbedingt, unbedingt haben wollen, sondern weil sie auch möchten, dass dieser Künstler seine Kunst weiter fortführtetwas fortführen → to continue; eine begonnene Sache weitermachen. Trennbar. Also wenn’s jetzt zum Beispiel, ja genau, also sagen wir zum Beispiel, jemand, äh, ist hier Podcast-Zuhörer und der sagt: „Boah, ich find, äh, Toms Podcast total toll.“ Und diese Person schließt dann die Mitgliedschaft, äh, ab.

Nicht unbedingt, weil sie sagt, jede Woche muss ich mir das jetzt, äh, anschauen, sondern weil die Person einfach sagt: „Ja, ich unterstütze auch das, was der Typ da macht.“ Das wäre zum Beispiel, äh, ein Beispiel für Gönner. So, dann haben wir, äh, Kronprinz ist, glaub ich, klar.

Äh, das ist ja der, der wie auf Englisch the Crown Prince. Zarenhof, the, the Zar, der Zarenhof. Äh, oh, und dann gibt’s noch das Wort grüblerisch. Grüblerischgrüblerisch → brooding; zu viel und zu schwer nachdenkend ist so ‘n bisschen wie rum grübelngrübeln → to brood, to ponder; lange und meist sorgenvoll nachdenken, nachdenken, aber zu nachdenklich.

Wenn man also das Gefühl hat, man ist irgendwie zu sehr in seinen Gedanken oder das Bild ist irgendwie zu sehr In seinen Gedanken der Künstler, das ist ‘n bisschen zu irgendwie nachdenklich. Es hat keine irgendwie, ist nicht so wirklich positiv, äh, dann wäre das grüblerisch. Ja. Genau.

Ich würde sagen, das waren fast alle Wörter. Wie gesagt, in der Bonusepisode werd ich das noch mal aus-aufgreifenein Thema aufgreifen → to pick up on; ein Thema noch einmal aufnehmen. Trennbar. Ich jage da im Prinzip das, was ich hier sage, durch, äh, ein Transkriptsoftware und versuche dann anhand dieses Transkripts dann herauszufinden, welche Wörter es da gibt, die wahrscheinlich ‘n bisschen komplizierter sind und so mach ich das dann. Danach wähle ich dann aus, welche Wörter ich dann noch in den Bonusepisoden erkläre.

Kapitel 6: Der Schlaganfall und das Verstummen

So, dann kommen wir jetzt zu, äh, Kapitel sechs, der Schlaganfallder Schlaganfall, -fälle → stroke; plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn und das Verstummenverstummen → to fall silent; aufhören zu sprechen. Hier: aufhören zu malen. Äh, im Juni 1835 erlittetwas erleiden → to suffer; etwas Schlimmes passiert einem. Unregelmäßig: erlitt, hat erlitten Friedrich dann einen Schlaganfall und, äh, er war dadurch gelähmtgelähmt → paralysed; man kann einen Körperteil nicht mehr bewegen und seine rechte Hand betraf eben, also diese Lähmungdie Lähmung, -en → paralysis; der Zustand, sich nicht mehr bewegen zu können betrafetwas betrifft jemanden → to affect; etwas hat mit jemandem zu tun seine rechte Hand, was für einen Künstler, einen Maler, ja, unglaublich dramatisch ist. Wenn man sich das so überlegt, oder? Mein Gott, wie das Schicksal so einfach passieren kann, was, was, was es so einfach alles gibt.

Na ja, für ‘n Maler eben wirklich das Schlimmste. Er konnte danach nur noch eingeschränkteingeschränkt → limited, restricted; nur noch teilweise, nicht mehr voll arbeiten, logischerweise keine großen Gemälde mehr, sondern kleinere Sepiaarbeiten.

Diese Sepiatinte, das hatten wir ja in der letzten Episode, also in der, im Teil eins Die letzten fünf Jahre seines Lebens lebte Friedrich zunehmendzunehmend → increasingly; immer mehr, Schritt für Schritt verarmtverarmen → to become impoverished; immer ärmer werden. Mit arm verwandt, nicht mit Arm, das Wort werd ich noch erklären und weitgehendweitgehend → largely, to a great extent; fast vollständig vergessen in Dresden. Er ist auch, äh, und dann starb er am 7.

Mai 1700, sorry, 1840 im Jahre von 65 Jahren. Im, sorry, im Alter von 65 Jahren. Also ist nicht so super alt geworden, würd ich sagen, 65. Seine Beerdigungdie Beerdigung, -en → funeral; die Feier, bei der ein Toter begraben wird war eigentlich kaum öffentlich irgendwie bekannt, ähm, und, äh, ‘n paar Kollegen kamen, seine Familie aber mehr nicht.

Für so ‘n berühmten Künstler, wie er heute ist, ist es dramatisch. Und das kennen wir natürlich schon aus vielen Künstlerbiografien. Also wenn du möchtest, dass Leute dich vergessen und nicht zu deiner Beerdigung kommen, dann werde Künstler. Also nach seinem Tode, ähm, äh, geriet er dann in Vergessenheitin Vergessenheit geraten → to fall into oblivion; niemand erinnert sich mehr an einen und verschwand im Prinzip fast vollständig.

Keiner kannte mehr seine Werke, keiner wollte mehr das sehen, das anschauen, was er da eben gemacht hat. Über 60 Jahre lang interessierte sich praktisch niemand mehr für Caspar David Friedrich. Und dann, ach so, müssen wir hier noch– genau und jetzt werden wir noch die Wörter erklären und dann kommen wir, wupps, und dann kommen wir zum letzten Kapitel.

Kapitel 6: Die Wörter

Äh, der Schlaganfall ist also the stroke. Ja, das hab, haben wir ja schon mal gehabt.

War das bei der Schopenhauer-Episode? Oder war das bei Bach? Nee, bei Bach war das, glaub ich. Genau, bei Bach hatten wir doch auch ‘n Schlaganfall.

Mein Gott. Ähm, die Lähmung, also mit Ä, Lähmung, äh, diese, äh, bedeutet eben, dass man, also man ist gelähmt, man ist, ähm, äh, man kann bestimmte Dinge nicht mehr bewegenbewegen → to move; die Lage von etwas verändern, bestimmte Körperteileder Körperteil, -e → body part; Arm, Bein, Hand und so weiter oder bestimmte Muskelnder Muskel, -n → muscle; damit bewegt man den Körper Ähm, dann verarmen. Verarmen, also der, der Arm ist das Körperteil, aber das hat damit nichts zu tun. Wenn man arm ist als Adjektiv bedeutet das, man ist nicht reich, man hat nicht viel Geld, man hat sehr, sehr wenig Geld.

Und wenn man verarmtverarmen → to become impoverished; nach und nach sein Geld verlieren. Perfekt mit sein, dann wird man ärmer und ärmer, also zunehmend verarmt. Und, äh, genau, äh, das waren eigentlich, würd ich sagen, so die Wörter, die ich noch erklären wollte.

Kapitel 7: Die Wiederentdeckung

Gut, dann kommen wir jetzt zum letzten Kapitel „Die Wiederentdeckungdie Wiederentdeckung → rediscovery; jemand wird nach langer Zeit wieder beachtet“. 1906 organisierte dann die Berliner Nationalgalerie die sogenanntesogenannt → so-called; so nennt man es üblicherweise Jahrhundertausstellungdie Jahrhundertausstellung → Centenary Exhibition; die Berliner Schau von 1906, die Friedrich wiederentdeckte. Ausstellungdie Ausstellung, -en → exhibition; Kunstwerke werden öffentlich gezeigt. Von ausstellen, äh, können wir noch mal, äh, dann noch mal kurz erklären am Ende. Äh, und unter anderem, äh, gab es da, dort über 90 Werke von Caspar David Friedrich.

Der Effekt war enormenorm → enormous, huge; sehr, sehr groß. Eine neue Generationdie Generation, -en → generation; alle Menschen, die etwa gleich alt sind entdeckte ihn Und sah ihn mit einer, nicht mit, äh, die haben also nicht gedacht: „Oh, was für ein altmodischer Romantiker“, sondern sie dachten eben: „Boah, das ist ja eigentlich erstaunlicherstaunlich → astonishing, remarkable; man wundert sich positiv darüber moderne Kunst, was er da gemacht hat.“ Diese radikaleradikal → radical; grundsätzlich und ohne Kompromiss Reduktiondie Reduktion, -en → reduction; das Weglassen von allem, was nicht nötig ist, also dass es da also nicht viel gab, was man sehen konnte auf dem Bild. Wir denken jetzt an den Mönch am Meer.

Äh, diese Konzentration von Licht und diese Stimmungdie Stimmung, -en → mood, atmosphere; das Gefühl, das ein Ort oder Bild auslöst, die das ein-einfach hervorriefhervorrufen → to evoke; eine Wirkung auslösen. Unregelmäßig: rief hervor, das war plötzlich wie ein Vorläuferder Vorläufer, – → forerunner, precursor; wer etwas vorwegnimmt, das erst später kommt der Modernedie Moderne → modernism; die Kunst des 20. Jahrhunderts. Er wurde also wiederentdeckt.

So, und jetzt, äh, gab das noch die Situation, dass zwischen den Jahren 1933 und 1945 haben die Nationalsozialisten ihn systematischsystematisch → systematic; planmäßig und nach einem festen Muster vereinnahmtjemanden vereinnahmen → to co-opt, to appropriate; jemanden für die eigenen Zwecke beanspruchen, also seine Kunst genutzt. Sie haben ihn, seine Kunst missbrauchtmissbrauchen → to misuse, to abuse; etwas für einen falschen Zweck benutzen für Propagandazweckeder Propagandazweck, -e → propaganda purpose; um politisch Meinung zu machen. Und das ist vielleicht auch noch was Wichtiges zu erwähnen, dass also die Nazis, die Nationalsozialisten versucht haben, äh, das zu benutzen für ihre eigene Propaganda. Deshalb war seine Kunst dann nach dem Zweiten Weltkrieg nicht besonders beliebt.

In Deutschland nicht und international natürlich auch nicht. Und das belasteteetwas belastet etwas → to burden, to weigh on; eine Sache bekommt einen schweren Beigeschmack also seine Kunst, die Rezeptiondie Rezeption → reception; wie ein Werk von der Öffentlichkeit aufgenommen wird seiner Kunst für viele Jahre. Und dann am, äh, was ist das hier?

Zu seinem 250. Geburtstag gab es eine große Ausstellung in Hamburg. Also 2024 gab’s ‘ne große Ausstellung in Hamburg, in Berlin, in Dresden und sogar im Metropolitan Museum in New York. Und der Publikumsandrangder Publikumsandrang → crowds of visitors; sehr viele Menschen wollen hinein war enorm und, äh, seitdem, vielleicht auch schon ein bisschen davor, aber definitiv seit dieser Zeit, ist er eben nicht mehr vergessen und viele Leute finden seine Kunst beeindruckendbeeindruckend → impressive; etwas hinterlässt einen starken Eindruck.

Er war vergessen, er war verarmt, wie viele Künstler, aber jetzt ist er wieder eine Ikonedie Ikone, -n → icon; eine Person mit großer Symbolkraft. Ursprünglich ein Heiligenbild, ein, ähm, ein Maler, den viele Leute interessant finden. Seine Gemälde sind interessant, sind schön und ich glaube, seine Biografie ist auch ziemlich interessant, oder? Was denkt ihr dazu?

Outro

Ich würde sagen, damit sind wir heute am Ende der Episode. Ich glaube, die Zeit ist auch mittlerweile rum.

Hat euch das gefallen? Ich werd, wie gesagt, noch ‘ne Bonus-Episode machen, werd da ein paar weitere Wörter erklären und hoffentlich, ähm, hoffentlich, äh, kann ich die Wörter auch so erklären, dass ihr das dann noch besser versteht.

In der Bonus-Episode gibt’s auch Übungen, damit ihr die Wörter im Kontext verwenden könnt. Es gibt auch inhaltliche Fragen. Habt ihr denn das verstanden, was ich hier gesagt habe? Das hilft ja auch so ‘n bisschen für das Hörverständnisdas Hörverständnis → listening comprehension; verstehen, was man hört.

Du sitzt beispielsweise im Zug, im Auto oder machst Sport und hörst irgendwie dir die Podcast-Episode an und stell dir vor, nach dem Sport einfach für zehn Minuten machst du die Übung, vielleicht auch, äh, sechs Minuten oder 15 Minuten und kannst dann dadurch noch mal das Revue passieren lassenetwas Revue passieren lassen → to review, to run through in one’s mind; alles noch einmal im Kopf durchgehen, was du gelernt hast. Also du lernst neue Wörter und lernst auch ‘n bisschen was zur Geschichte von verschiedenen Dingen, die wir hier so behandeln. Und du kannst die Mitgliedschaft ausprobieren für einen Euro für einen ganzen Monat. So, und danach gibt’s dann den regulärenregulär → regular, standard; der normale Preis ohne Rabatt Preis.

Ich würd sagen, wir sind am Ende für heute und, äh, wir haben genug rumgequatschtrumquatschen → to chatter away; salopp: viel und locker reden. Vielen herzlichen Dank, dass du dir meine Podcast-Episode angehört, angeschaut hast. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

Tippe auf eine Karte, um die Erklärung aufzudecken.

📅 Zeitleiste – Caspar David Friedrich (Teil 2)

Jahr Ereignis Schlüsselwort
1816 Mitglied der Dresdner Akademie die Ausstellung
1818 Heirat mit der 25-jährigen Caroline Bommer, er ist 44 die Ehe
  Die Bilder werden farbenfroher, etwa die Kreidefelsen auf Rügen farbenfroh
1824 Außerordentlicher Professor, aber nicht der erhoffte Lehrstuhl der Lehrstuhl
  Gönner: der Kronprinz von Preußen und der russische Zarenhof der Gönner
  Der Geschmack wandelt sich, die Romantik gerät aus der Mode altmodisch
1835 Schlaganfall im Juni, die rechte Hand bleibt gelähmt die Lähmung
1840 Am 7. Mai stirbt er mit 65 Jahren, verarmt und fast vergessen verarmen
  Über 60 Jahre lang interessiert sich niemand mehr für ihn in Vergessenheit geraten
1906 Jahrhundertausstellung der Berliner Nationalgalerie, über 90 Werke die Wiederentdeckung
1933–45 Die Nationalsozialisten vereinnahmen seine Kunst für Propaganda vereinnahmen
2024 Zum 250. Geburtstag große Schauen in Hamburg, Berlin und Dresden der Publikumsandrang

C1
die Rückenfigur, -en
figure seen from behind – Friedrichs Markenzeichen. Der Artikel kommt vom letzten Teil: die Figur, also die Rückenfigur.
„Wir sehen die Person auf dem Gemälde von hinten. Also eine Rückenfigur.“
antippen
B2
etwas ablesen
to read off, to tell from – Etwas an einem Zeichen erkennen. Trennbar: ich lese ab. Auch beim Zählerstand.
„Wir können also nicht die Emotionen ablesen.“
antippen
C1
in etwas schlüpfen
to slip into – Wörtlich vom Küken, das aus dem Ei schlüpft. Übertragen: eine fremde Sicht einnehmen.
„Wir schlüpfen in die Perspektive dieser Person.“
antippen
B2
das Küken, –
chick – Das frisch geschlüpfte Huhn. Umgangssprachlich auch für einen sehr jungen Menschen.
„Ein Küken schlüpft aus einem Ei.“
antippen
C1
raffiniert
clever, ingenious – Klug durchdacht, schlau gemacht. Achtung: heißt hier nicht das englische refined.
„Dieser Effekt ist raffiniert.“
antippen
B2
betrachten
to contemplate, to view – Länger und aufmerksamer schauen als bei anschauen. Dazu: der Betrachter.
„Man betrachtet das Bild für längere Zeit.“
antippen
C1
der Betrachter, –
viewer, beholder – Wer ein Bild anschaut. In der Kunst der feste Fachbegriff.
„Es lässt also Platz für den Betrachter.“
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C1
sich in jemanden hineinversetzen
to put oneself in sb.’s shoes – Die Lage eines anderen nachfühlen. Trennbar und reflexiv.
„Versetz dich doch mal in die Perspektive dieser anderen Person.“
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C1
etwas hervorrufen
to evoke, to bring about – Eine Wirkung auslösen. Unregelmäßig: rief hervor, hat hervorgerufen.
„Man versucht, dieses Gefühl hervorzurufen.“
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B2
gläubig
religious, devout – Wer fest an Gott glaubt. Nicht zu verwechseln mit glaubwürdig (credible).
„Du bist doch gläubig.“
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B1
die Ehe, -n
marriage – Die rechtliche Verbindung zweier Menschen. Dazu: heiraten, die Hochzeit (die Feier).
„Jetzt kommen wir zu seiner Ehe.“
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C1
farbenfroh
colourful, vivid – Mit vielen kräftigen Farben. Schöner und positiver als bunt.
„Man kann ablesen, dass diese Bilder viel farbenfroher sind.“
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C1
schlussfolgern
to conclude – Aus Hinweisen einen Schluss ziehen. Das Nomen: die Schlussfolgerung.
„Historiker schlussfolgern, dass es an dieser Heirat lag.“
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B2
jemandem guttun
to do sb. good – Jemandem seelisch oder körperlich helfen. Mit Dativ: Die Ehe hat ihm gutgetan.
„Dass diese Ehe ihm gutgetan hat.“
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C1
etwas verdrängen
to repress, to suppress – Etwas Schmerzhaftes unbewusst wegschieben. Auch: jemanden vom Platz verdrängen.
„Dass er die Tragödie vielleicht verdrängt hat.“
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C1
der Kreidefelsen, –
chalk cliff – Weiße Steilküste. Auf Rügen, und ähnlich in Südengland bei den Seven Sisters.
„Zum Beispiel die Kreidefelsen auf Rügen.“
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C1
die Allegorie, -n
allegory – Ein Bild, das für etwas anderes steht. Nicht zu verwechseln mit die Allergie.
„Historiker sagen, das ist eine Hochzeitallegorie.“
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C1
der Gönner, –
patron, benefactor – Wer einen Künstler mit Geld unterstützt, nicht nur um das Werk zu besitzen.
„Er hatte Gönner, zum Beispiel den Kronprinzen von Preußen.“
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B2
der Kronprinz, -en
crown prince – Der Thronfolger. N-Deklination: dem Kronprinzen, den Kronprinzen.
„Zum Beispiel den Kronprinzen von Preußen.“
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C1
aus der Mode geraten
to go out of fashion – Nicht mehr gefragt sein. Perfekt mit sein: ist aus der Mode geraten.
„Die Romantik geriet aus der Mode.“
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B2
altmodisch
old-fashioned – Nicht mehr zeitgemäß. Aus alt und Mode. Meist leicht abwertend.
„Friedrichs Bilder galten plötzlich als altmodisch.“
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C1
düster
gloomy, sombre – Mehr als dunkel: dunkel und bedrückend, mit etwas Gruseligem.
„Zu düster und zu grüblerisch.“
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C1
grüblerisch
brooding – Zu sehr in den eigenen Gedanken versunken. Vom Verb grübeln: lange und sorgenvoll nachdenken.
„Zu düster und zu grüblerisch.“
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C1
sich zurückziehen
to withdraw – Den Kontakt zu anderen meiden. Trennbar und reflexiv: er zieht sich zurück.
„Er zog sich immer mehr zurück.“
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B2
der Auftrag, Aufträge
commission, order – Ein bezahlter Arbeitsauftrag. Dazu: etwas in Auftrag geben.
„Die Aufträge wurden weniger.“
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C1
der Schlaganfall, -fälle
stroke – Plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Man erleidet einen Schlaganfall.
„Im Juni 1835 erlitt Friedrich einen Schlaganfall.“
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C1
die Lähmung, -en
paralysis – Man kann bestimmte Körperteile nicht mehr bewegen. Adjektiv: gelähmt.
„Diese Lähmung betraf seine rechte Hand.“
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C1
verarmen
to become impoverished – Immer ärmer werden. Von arm, nicht von der Arm. Perfekt mit sein.
„Die letzten fünf Jahre lebte Friedrich zunehmend verarmt.“
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C1
in Vergessenheit geraten
to fall into oblivion – Niemand erinnert sich mehr. Feste Wendung, Perfekt mit sein.
„Nach seinem Tode geriet er dann in Vergessenheit.“
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B2
die Ausstellung, -en
exhibition – Kunstwerke werden öffentlich gezeigt. Vom trennbaren Verb ausstellen.
„1906 organisierte die Berliner Nationalgalerie die Jahrhundertausstellung.“
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C1
der Vorläufer, –
forerunner, precursor – Wer etwas vorwegnimmt, das erst später kommt.
„Das war plötzlich wie ein Vorläufer der Moderne.“
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C1
jemanden vereinnahmen
to co-opt, to appropriate – Jemanden für die eigenen Zwecke beanspruchen, meist gegen dessen Willen.
„Die Nationalsozialisten haben ihn systematisch vereinnahmt.“
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C1
die Rezeption
reception – Wie ein Werk von der Öffentlichkeit aufgenommen wird. Kein Plural in dieser Bedeutung. Im Hotel ist die Rezeption der Empfang.
„Das belastete die Rezeption seiner Kunst für viele Jahre.“
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C1
die Ikone, -n
icon – Eine Person mit großer Symbolkraft. Ursprünglich ein orthodoxes Heiligenbild.
„Aber jetzt ist er wieder eine Ikone.“
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C1
etwas Revue passieren lassen
to run through in one’s mind – Alles noch einmal im Kopf durchgehen. Aus dem Französischen.
„Und kannst dann noch mal das Revue passieren lassen, was du gelernt hast.“
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① Satzpuzzle
Richtige Reihenfolge
Klicke die Wörter in der richtigen Reihenfolge an. Klicke ein platziertes Wort nochmal, um es zurückzulegen.


② Multiple Choice
Bedeutungen verstehen
Wähle die richtige Antwort.


③ Memory
Vokabel-Memory
Finde die passenden Paare: deutsches Verb und englische Bedeutung. Klicke zwei Karten um, die du für ein Paar hältst.

④ Lückentext
Fehlende Wörter
Trage das richtige Wort in jede Lücke ein.

🎬 Bonusvideo

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Wörter, die Tom in dieser Episode verwendet, aber nicht erklärt hat. Genau die kommen in der Bonus-Episode dran.

📚 Wortschatz für die Bonus-Episode

Wort Niveau Bedeutung Beispiel
locker nehmen C1 to take it easy „Die ganze Sache auch ‘n bisschen locker nehmen.“
triumphieren C1 to triumph „Triumphiert die Person irgendwie?“
hervorragend B2 excellent, outstanding „Ganz hervorragend gemacht eigentlich.“
das Plakat, -e B2 poster „Wie nennt sich denn so ein Plakat?“
abzeichnen B2 to copy by drawing „Elemente, die er selber abgezeichnet hat.“
sich nicht einkriegen C1 to not be able to stop „Dann krieg ich mich irgendwie nicht mehr ein.“
durchdacht C1 well thought out „Fein, intelligent, klug durchdacht, schlau.“
rummeckern C1 to grumble, to moan „Irgendeine Person meckert rum.“
jemandem guttun B2 to do somebody good „Dass diese Ehe ihm gutgetan hat.“
verdrängen C1 to repress, to suppress „Dass er das vielleicht verdrängt hat.“
kippen C1 to tip over, to turn „Aber dann kippte etwas dramatisch.“
sich wandeln C1 to change, to shift „Der Geschmack des Publikums wandelte sich.“
nüchtern C1 sober, matter-of-fact „Ein realistischerer und nüchternerer Stil.“
gefragt sein B2 to be in demand „Ein nüchternerer Stil war eher gefragt.“
die Halbinsel, -n B2 peninsula „Ist das eine Halbinsel oder eine Insel?“
das Sinnbild, -er C1 symbol, emblem „Eine bildhafte Darstellung, ein Sinnbild.“
gruselig C1 creepy, eerie „Düster hat so ein bisschen dieses Gruselige.“
die Abwesenheit C1 absence „Dunkel ist einfach die Abwesenheit von Licht.“
fortführen C1 to continue „Dass dieser Künstler seine Kunst weiter fortführt.“
grübeln C1 to brood, to ponder „Grüblerisch ist so ein bisschen wie rumgrübeln.“
aufgreifen C1 to pick up on „In der Bonusepisode werd ich das noch mal aufgreifen.“
erleiden C1 to suffer „Im Juni 1835 erlitt Friedrich einen Schlaganfall.“
eingeschränkt C1 limited, restricted „Er konnte danach nur noch eingeschränkt arbeiten.“
weitgehend C1 largely „Und weitgehend vergessen in Dresden.“
die Beerdigung, -en B2 funeral „Seine Beerdigung war kaum öffentlich bekannt.“
erstaunlich B2 astonishing „Das ist ja eigentlich erstaunlich moderne Kunst.“
die Reduktion C1 reduction „Diese radikale Reduktion.“
missbrauchen C1 to misuse, to abuse „Sie haben seine Kunst missbraucht.“
belasten C1 to burden, to weigh on „Und das belastete die Rezeption seiner Kunst.“
rumquatschen C1 to chatter away „Wir haben genug rumgequatscht.“

🎤 In der Bonus-Episode

Tom erklärt dort die Wörter, die in der Hauptepisode nur nebenbei vorkamen – zum Beispiel rummeckern, kippen, sich wandeln und aufgreifen.

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